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DFB-Pokalfinale 2018 in Berlin mit besonderen philatelistischen Momenten

Dass Sportphilatelisten, speziell die Fußballmotiv-Sammler beim jährlichen Pokalfinale des DFB in Berlin immer auf ihre Kosten kommen, ist ja bekannt. In diesem Jahr gab es zur Partie der Münchner Bayern gegen die Frankfurter Eintracht  aber noch einen weiteren Höhepunkt, der wegen der langwierigen Regierungsbildung vorher nicht termingemäß stattfinden konnte.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz stellte nämlich erst in der Halbzeitpause des DFB-Pokalfinales am 19. Mai offiziell die Briefmarken-Serie „Für den Sport 2018“ vor. (Wir haben über diese Marken, die es seit dem 3. Mai an den Postschaltern gibt,  in unserem Blog schon ausführlich berichtet!)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundesinnenminister Horst Seehofer, DFB-Präsident Reinhard Grindel, Sporthilfe-Aufsichtsrats-Vorsitzender Werner E. Klatten und Bundestrainer Joachim Löw nahmen die ersten Andrucke „Legendäre WM-Finals“ entgegen.

Für den Sport 2018

„Knapp 1,1 Mio. Euro konnten wir im Vorjahr durch Sport-Briefmarken zur Förderung unserer Talente in 50 Sportarten einsetzen”, sagte Michael Ilgner, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Sporthilfe. „Dankbar sind wir der Deutschen Post, dass sie zusätzlich ein Motiv zum WM-Finale 2014 in ein Markenset aufgenommen hat. Wir sehen die Marken als Ansporn für Joachim Löw und die Nationalmannschaft bei der WM in Russland und hoffen auf gute Verkäufe.“

Seit 50 Jahren werden Briefmarken zugunsten der Deutschen Sporthilfe aufgelegt, erstmals im Jahr 1968 zur Finanzierung der Olympischen Sommerspiele in München. Seit 1998 ist der Bundesminister der Finanzen der Herausgeber der Marken. Über 130 Millionen Euro an Fördermitteln sind dem Spitzensport aus den Erlösen der Sportbriefmarken zugeflossen. Die Deutsche Sporthilfe fördert jährlich rund 4.000 Athleten mit etwa 15 Millionen Euro.

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Auch Mario Götze, WM-Siegtorschütze 2014, hat sich mit den neuen Sportmarken  ablichten lassen. Schade, dass „Mach ihn“ diesmal nicht den Sprung ins WM-Aufgebot für Russland geschafft hat.

(Foto: obs/Stiftung Deutsche Sporthilfe/Ina Fassbender)

Pokalstimmung auch bei der Deutschen Post

Das Deutsche Post Team „Erlebnis: Briefmarken“ war auch in diesem Jahr beim Pokalfinale im Berliner Olympiastadion dabei und erfreute sich wie immer regen Zuspruchs. Zu den Besuchern ihrer drei Zelte vor dem Stadion zählte traditionsgemäß auch unser OSPC-Mitglied Hans-Jürgen Ostermann.

Ostermann beim Pokalfinale

Exklusiv zum Finale gab es neben den personalisierten Erinnerungskarten diesmal ein auf nur 1500 Stück begrenztes Briefmarken-Set mit vier „Briefmarken Individuell“ und genügend Platz für die Erinnerungsstempel.

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Besonders begehrt waren auch wieder die EB-Umschläge zu den beiden Pokal-Endspielen der Männer und Frauen.

Ohne Titel

Eintracht Frankfurt feierte  dabei im ausverkauften Berliner Olympiastadion die Pokalsensation. Die Hessen düpierten den haushohen Favoriten FC Bayern München und gewannen überraschend mit 3 zu 1. Die Mannschaft des künftigen Bayern-Trainers Niko Kovac holte nach 30 Jahren erstmals wieder den Pott in die Main-Metropole und startet damit in der kommenden Saison in der Europa League.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes dagegen verließ wohl endgültig die große Fußball-Bühne trotz der 28. Meisterschaft als Verlierer, wie zuvor bereits im Halbfinale der Champions League. Für die Bayern, die erstmals seit März 2010 gegen die Hessen verloren, war es im 22. Pokal-Finale erst die vierte Niederlage nach 1985, 1999 und 2012.

 

DFB-Pokal Frauen 2018

Bei den Frauen hatte der  Deutsche Meister VfL Wolfsburg  zum vierten Mal in Serie und zum fünften Mal insgesamt den DFB-Pokal  gewonnen und damit auch das Double perfekt gemacht. Der VfL setzte sich im Finale am 19. Mai im Kölner Rhein-Energie-Stadion vor 17.692 Zuschauern 3:2 (0:0, 0:0) im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern München durch. In 120 Spielminuten waren zuvor keine Tore gefallen. Es war zudem das erste Finale seit 2007, das nicht in der regulären Spielzeit entschieden wurde. Matchwinnerin war mit zwei parierten Elfmetern Wolfsburgs Nationalkeeperin Almuth Schult.

(Autor: KJA)

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Deutschland ist Weltmeister – aber warum nur dreimal?

Mit Spannung warten Sportphilatelisten und Förderer des deutschen Leistungssports auf die diesjährige Ausgabe der Briefmarkenserie „Für den Sport“. Damit unterstützt, wie jedes Jahr, das Bundesministerium der Finanzen die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Seit 1968 sind durch die Sondermarken mit dem „Plus“ bereits mehr als 130 Millionen Euro an Fördermitteln für die sozialen Belange und Aufgaben im Bereich des Nachwuchs- und Spitzensports zur Verfügung gestellt worden.

Am 3. Mai ist es endlich soweit. Da kommen die Marken an die Postschalter. Das langehütete Geheimnis ist aber jetzt schon dank der aktuellen Pressemitteilung des Finanzministeriums gelüftet. Endlich wissen wir, was sich unter dem Motto „Sportlegenden – Legendäre Fußballspiele“ verbirgt. Nach dem in diesem Jahr bereits das Thema Olympische Winterspiele philatelistisch völlig negiert wurde, haben die drei Fußball-Marken auch nicht wirklich etwas mit der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Russland zu tun. Absicht oder Berechnung – das ist die große Frage!

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Als ehemaliger Hörfunk-Sportreporter freue ich mich natürlich über das philatelistische Denkmal, das erstmals mit den Briefmarken meinem Berufsstand gesetzt wurde. Denn im Mittelpunkt der Emission stehen markante Sätze aus drei berühmten Hörfunk-und Fernseh-WM-Finalreportagen mit deutschem Happyend. Warum aber ausgerechnet der vierte deutsche WM-Titel 2014 in Brasilien keine Marke wert war, das sollte uns mal einer erklären – vielleicht der neue Finanzminister bei der traditionellen öffentlichen Präsentation der Marken mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

1954 – Das Wunder von Bern

Der erste Triumph bei einer Fußball-Weltmeisterschaft nimmt nicht nur in der Fußball-Geschichte Deutschlands eine exponierte Rolle ein. Der Sieg Sepp Herbergers und seiner Mannschaft im Sommer 1954 im Regen von Bern, wird von Historikern als eigentliche Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet. Die Bilder der sympathischen, bescheidenen Fußballer sorgten kurz nach dem zweiten Weltkrieg für ein anderes Bild Deutschlands.
Im Finale war das DFB-Team der Außenseiter. Noch in der Vorrunde hatte es mit 3:8 gegen Ungarn verloren.

Im Endspiel stand es bereits 0:2 nach acht Minuten. Ein Wunder musste her. Morlock und Rahn trafen noch in Halbzeit eins. Torwart Toni Turek verhinderte mit Glanzparaden die erneute Führung der Ungarn. Radio-Reporter Herbert Zimmermann ruft begeistert: „Turek, du bist ein Teufelskerl. Turek, du bist ein Fußballgott.“

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Dann kommt die 84. Minute: „Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen“, ruft Zimmermann in sein Mikrofon. Und Rahn schießt und trifft. Wenig später beendete Zimmermann seine legendäre Reportage: „Aus. Aus. Aus. Aus. Das Spiel ist aus. Deutschland ist Weltmeister.“

Radio-Reporter Herbert Zimmermann ist mit dieser Endspiel-Reportage ebenfalls zur Legende geworden. Zumal später alle bewegten Bilder mit seinen Schilderungen unterlegt wurden. Sein damaliger Fernsehreporter-Kollege Dr. Bernhard Ernst hatte das Pech, das seine für die damals noch wenige deutsche Fernsehgerätebesitzer ausgestrahlte Übertragung nicht aufgezeichnet werden konnte und die Tonspur auch noch verloren ging.

1974 – Grandioser Heimsieg

In die Heim-WM 1974 ging die deutsche Mannschaft als Mitfavorit. Zwei Jahre zuvor hatte eine spielstarke deutsche Mannschaft um Beckenbauer, Netzer und Müller bei der EM den Titel gewonnen. Historische Spiele gab es schon vor dem Finale. Etwa den deutsch-deutschen Vergleich, den Sparwasser mit seinem Treffer für die DDR entschied. Im Finale in München ging es gegen Erzrivalen Niederlande. Es begann unglücklich – wie 1954. Nach 100 Sekunden stand es 0 zu 1. Dann aber traf Paul Breitner vom Punkt zum 1:1 und Rainer Bonhof legte im Strafraum  zurück auf Müller. Rudi Michel, der ARD-Fernsehkommentator, schildert: „Müller“ – es folgt eine kleine Pause, in der sich auf dem Spielfeld Gerd Müller dreht und schießt. Reporter Rudi Michel sagt nur: „Und… 2:1!“ Sporthilfe Marken 2020

Eine Stunde und viele Paraden von Sepp Maier später war Deutschland wieder Weltmeister. Rudi Michel: „Oh, hat das Kraft gekostet.“ Auch den Reporter!

1990 – ein Sieg für die Einheit

1990 war ein besonderes Jahr für Deutschland. Die Euphorie des Mauerfalls trug auch die Nationalmannschaft, die diesmal furios in die WM in Italien mit einem 4:1 gegen Jugoslawien startete. Im Achtelfinale gab es ein 2 zu 1 gegen die Niederlande. Im Halbfinale gegen England ein Sieg im Elfmeterschießen. Im Finale in Rom ging es gegen Maradona und Argentinien. Deutschland war überlegen – wird aber erst in der 85. Minute belohnt: Lothar Matthäus schickte Rudi Völler in den Strafraum. Néstor Sensini führt einen harten Zweikampf, bei dem Völler fällt. Welche Entscheidung trifft Schiedsrichter Méndez? O-Ton Gerd Rubenbauer im Fernsehkommentar der ARD: „Was gibt er? Er gibt Elfmeter!“ Andreas Brehme verwandelte eiskalt. Deutschland war zum dritten Mal Weltmeister.Sporthilfe Marken 2021

Gerd Rubenbauer resümierte: „Der Kaiser hat die Krone, die deutsche Mannschaft den Pokal, und wir hatten Spaß an diesem deutschen Team.“

2014 – der Spaß geht weiter

Diese große WM-Freude hatten wir auch 2014 in Brasilien. Deutschland wurde zum vierten Mal Weltmeister. Im Achtelfinale Algerien 2 zu 1 besiegt, im Viertelfinale Frankreich 1 zu 0 geschlagen, im Halbfinale Gastgeber Brasilien mit 7 zu 1 vom Platz gefegt.

Und im Finale gegen Argentinien gab es die erneute Krönung. Mario Götze kam in der 88. Minute beim Stand von 0 zu 0 für Miroslav Klose ins Spiel. Seinen Moment für die Ewigkeit hatte er dann sieben Minuten vor Ende der Verlängerung. Götze stoppte im freien Lauf eine von links kommende Flanke von Andre Schürrle mit der Brust, ließ den Ball direkt auf den linken Fuß tropfen und schoss ab ins Tor. ARD-Fernsehkommentator Tom Barthels: „Schürrle – der kommt an. Mach ihn, mach ihn Mario Götze – das ist doch Wahnsinn. Und jetzt ist er gekommen, dieser eine Moment für Mario Götze, da ist alles andere egal!“

Schade, das die Grafiker Astrid Grahl und Lutz Menze aus Wuppertal, die für die Entwürfe der diesjährigen Marken „Für den Sport“ verantwortlich waren, dieses dramatische Motiv nicht zu einer vierten WM-Final-Marke verarbeiten durften. Mir fehlt zwar das grafische Talent, aber ich habe trotzdem mal versucht, ein entsprechendes Markenbild zu kreieren. Der Reportersatz meines Kollegen Tom Barthel „Mach ihn – Mario Götze“ hätte es ebenso verdient, wie der Torschütze, der zur Zeit seiner einstigen WM-Form noch hinterherläuft!Goldegotze bearbeitet

 

Nachspielzeit

Wegen der langwierigen Koalitionsverhandlungen und  der damit erst kürzlich erfolgten Regierungsbildung, war es in diesem Jahr wohl nicht mehr möglich, kurzfristig in Berlin einen gemeinsamen Vorstellung-Termin zwischen der Stiftung Deutsche Sporthilfe und den für die „Sport-Briefmarken“  zuständigen neuen Finanz-und Innenministern Scholz und Seehofer zu finden. Die Marken werden nun offiziell auf der Briefmarken-Messe in Essen vom 3. bis 5. Mai präsentiert.

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Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist eine aktuelle Veröffentlichung der Post, in der man ganz beiläufig erfährt, dass es im Markenset neben den drei erwähnten nassklebenden Zusammendruck der drei Motive noch ein Zierfeld gibt.

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Und auf diesem Zierfeld ohne Werteindruck wird mit dem von mir oben beschriebenen Reporter-Ausruf „Mach ihn“ an das vierte von Deutschland gewonnene WM-Finale 2014 erinnert. Wenigstens etwas! Bleibt immer noch die Frage, warum es nicht für eine vierte „richtige“ Briefmarke gereicht hat?

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(Autor: Klaus-Jürgen Alde)

Glänzender Auftritt des deutschen Olympia-Teams in Pyeongchang

Olympische Spiele sind schon etwas ganz besonderes, nicht nur für die Sportlerinnen und Sportler, sondern auch für uns Zuschauer und Olympiaphilatelisten.

Das große Interesse in Deutschland an den Winterspielen in Pyeongchang war natürlich vor allem auch auf das zuvor kaum erwartete sehr gute Abschneiden des eigenen Teams zurückzuführen. Mit 14 mal Gold, 10 mal Silber und siebenmal Bronze wurde die deutsche Olympiamannschaft in der Medaillenwertung hinter Norwegen und vor Kanada Zweiter.

Noch nie zuvor hatten deutsche Wintersportler bei Olympia so häufig gewonnen. 1998 in Nagano und 2002 in Salt Lake waren je zwölf Goldmedaillen das Maximum. Und sicher wird auch diesmal die Sporthilfe-Philatelie den Olympiasiegern wieder ein individuelles postalisches Denkmal setzten.

Pünktlich zum Beginn der Winterspiele in Pyeongchang brachte die südkoreanische Post am 9. Februar diesen Bogen heraus.

 

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Die 14 Briefmarken zeigen zwei markante Motive: Einen Medaillensatz sowie die Olympische Fackel.

Beide Markenmotive waren die richtige Einstimmung für das 14-tägige Spektakel in Südkorea. Die Eröffnungsveranstaltung gehörte zu den stimmungsvollsten in der Geschichte der Winterspiele – eine tolle, farbenprächtige Verbindung zwischen koreanischer Historie und Gegenwart mit modernster digitaler Technik und viel Feuerwerk in Szene gesetzt.

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Südkoreas Staatspräsident Moon Jae-In erklärte die Wettkämpfe mit der traditionellen Begrüßungsformel auf Koreanisch für eröffnet. Danach entzündete Kim Yuna, Südkoreas Eiskunstlauf-Olympiasiegerin von 2010 in Vancouver und Zweite von Sotschi 2014, das Olympische Feuer.

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Kim Yuna auf einer koreanischen Briefmarke 2010 nach ihrem Olympiasieg. Die Post hatte damals alle südkoreanischen Medaillengewinner von Vancouver auf einem Block gewürdigt.

 

Vom Fahnenträger zum Olympiasieger

Zuvor waren Athleten aus Nord- und Südkorea gemeinsam ins Olympiastadion einmarschiert. Das hatte es zuletzt bei Winterspielen 2006 in Turin gegeben. An der Spitze der deutschen Mannschaft trug Kombinierer Eric Frenzel die Fahne. Insgesamt 153 deutsche Sportler nehmen an den Spielen in Südkorea teil.

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Eric Frenzel beim Einmarsch  sowie  danach beim Jubeln über seine drei Medaillen. 

 

Deutschlands Fahnenträger Eric Frenzel war von der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang regelrecht ergriffen. “Das war ein tolles Erlebnis. Daran werde ich mich mein Leben lang erinnern”, sagte der Oberwiesenthaler Kombinierer, der vor vier Jahren in Sotschi Olympiasieger von der Normalschanze und im 10 km Sprint geworden war. Und das ihm dieses „Kunststück“ nach einer recht durchwachsenen Saison in Pyeongchang noch einmal gelingt – auch das wird er wohl niemals vergessen, wie das weiteren Gold mit dem Team und die Bronzemedaille beim deutschen Dreifach-Erfolg im Kombiwettbewerb von der Großschanze. (s.u.)

Diese Briefmarke Individuell und die Coincard erinnern uns auf einmalige Weise an die Winterspiele 2014 und sind dem Goldmedaillengewinner  Eric Frenzel gewidmet. Die Coincard enthält die französische 2 Euro-Gedenkmünze, die den Gründer des Internationalen Olympischen Komitees, Baron Pierre de Coubertin, zeigt.

Olympischer Friede auf Dauer???

Die Eröffnungsfeier der 23.Olympischen Winterspiele stand ganz im Zeichen politischer Entspannung – im Stadion und auf der Tribüne. Zwei täuschend echt aussehende Doubles von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un waren die heimlichen Stars der Party im Olympiastadion. Die beiden verbrüderten sich auf der Tribüne, winkten den einlaufenden Sportlern einträchtig zu – und konnten sich vor Selfie-Anfragen und Schulterklopfern kaum retten.

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Zur Zeit noch ein großer Fake, vielleicht bald aber schon Realität? Die beiden Doubles posierten im Stadion von Pyeongchang. Und auf eine Fake-Briefmarke haben es sogar schon die „echten“ Trump- und Kim geschafft. © AFP PHOTO / Brendan Smialowski

Das weltpolitisch wichtigere Treffen fand aber auf der Ehrentribüne statt. Kim Jong Uns Schwester Kim Yo Jong, die die nordkoreanische Delegation anführte, schüttelte Südkoreas Präsident Moon Jae-in nicht nur die Hand, sondern überbrachte auch eine Einladung ihres Bruders zu einem Besuch des südkoreanischen Präsidenten in Nordkoreas Hauptstadt. Ob dieser  olympische Frieden und die politische Annäherung zwischen den verfeindeten koreanischen Staaten von Dauer sein kann, wird die Zeit nach den Spielen beweisen müssen.

Südkoreas Präsident Moon Jae-in (links) auf einer Briefmarke anlässlich seiner Amtseinführung als 19. Präsident des Landes am 10.Mai 2017. Die koreanische Post gab zusätzlich noch zwei Gedenk-Blöcke heraus. Auf der rechten nordkoreanischen Marke vom 1.9.2017 ist Führer Kim Jong Un zu sehen, wie er im Kreise von Militärs den erfolgreichen Test der Hwasong – 14-Rakete feiert, die auch Atomsprengköpfe tragen kann. Diese Marke stammt von einem der unzähligen Blöcke, die 2017 von der nordkoreanischen Post zu den die ganze Welt provozierenden Raketenstarts und zur Huldigung von Kim veröffentlicht hat.

Team D wie Dahlmeier

Biathletin Laura Dahlmeier gewann nicht nur die erste Goldmedaille für das deutsche Team, sondern ist auch die erste Doppel-Olympiasiegerin von Pyeongchang. Die 24- Jährige aus Partenkirchen siegte zunächst im Sprint und tags darauf auch in der Verfolgung. Bei den Spielen in Vancouver 2010 hatte Magdalena Neuner in Verfolgung und Massenstart triumphiert. Nach Kati Wilhelm 2002 in Salt Lake City ist Dahlmeier erst die zweite deutsche Olympiasiegerin im Sprint. Hinzu kam für sie in Pyeongchang bislang noch eine Bronzemedaille im Einzelwettkampf über 15 Kilometer.

Während Wilhelm und Neuner längst schon ihre philatelistische Ehrung als Olympiasiegerinnen erfahren haben, wird diese für Laura Dahlmeier nun auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Als Weltmeisterin hatte sie ja schon die Ehre.

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Peiffer nur mit zwei „f“

Nach Laura Dahlmeier überraschte auch Biathlet Arnd Peiffer mit Gold in der Sprintentscheidung der Männer.

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Der 30jährige Niedersachse hatte 2011 den WM-Titel im Sprint gewonnen und war zudem bereits dreimal mit den Staffeln Weltmeister. Für den Harzer, der 2014 in Sotschi mit der Staffel Olympia-Silber geholt hatte, war es erst der neunte Sieg seiner Karriere. Nun wird er auch auf einer Einzelmarke der Deutschen Sporthilfe verewigt werden. Bisher hatte er es „nur“ ins Markenheftchen geschafft.

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Sporthilfe-Individualmarkenheftchen, Biathlon-WM 2017 Hochfilzen, postfrisch

Dieses Markenheftchen erinnert mit einer Marke an das große Jubiläum „50 Jahre Deutsche Sporthilfe“ und ehrt mit fünf weiteren Selbstklebemarken zu 45 Cent  unsere Goldmedaillengewinner bei der WM in Hochfilzen: Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier, Arnd Peiffer, Simon Schempp (Olympiazweiter in Pyeongchang im Massenstart), Maren Hammerschmidt, Franziska Hildebrand und Benedikt Doll. Peiffer hatte mit Hinz, Dahlmeier und Schempp Gold in der Mixed-Staffel gewonnen.

 

Sprünge aufs Podest

Für einen deutschen Olympiasieg sorgte überraschend auch Skisprung-Vizeweltmeister Andreas Wellinger. Er gewann das erste Einzelgold eines deutschen Skispringers seit Jens Weißflog 1994. Der Ruhpoldinger verbesserte sich  im zweiten Durchgang von der kleinen Schanze mit dem eingestellten Schanzenrekord von 113,5 Metern von Platz fünf auf Platz eins. Von der großen Schanze hätte es fast wieder zum Sieg gereicht. Am Ende konnte sich Wellinger hinter dem Polen Stoch über Silber freuen.

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Auch für Andreas Wellinger wird es nun sicher eine Einzel-Briefmarke geben. Nach Sotschi 2014 wurde er immerhin mit dem siegreichen Team auf dieser Marke abgebildet. In Pyeongchang gab es für das Team mit  Wellinger , Freitag, Geiger und Leyhe hinter Norwegen die Silbermedaille.

 

Wo es bergab geht sind sie Spitze!

Als absolut Top erwies sich wiederum Rodlerin Natalie Geisenberger. Die Miesbacherin hatte schon vor vier Jahren im Einsitzer-Wettbewerb in Sotschi Olympia-Gold gewonnen. In Pyeongchang krönte sie ihre Laufbahn mit ihrem zweiten Einzel-Olympiasieg vor Mannschaftskameradin Dajana Eitberger. Für Fortsetzung der „Geisenberger-Briefmarken-Serie“ ist also gesorgt, zumal mit der deutschen Teamstaffel noch eine weitere Goldmedaille hinzu kam.

Nach Einzel-Bronze 2010 in Vancouver sowie je zweimal Gold im Einzel und der neu eingeführten Teamstaffel 2014 in Sotschi und 2018 in Pyeongchang  ist Geisenberger nun die erfolgreichste Rodlerin der Olympia-Geschichte.

Die Rennrodlerin macht aber auch außerhalb ihrer Sportart eine gute Figur. So am 21. Mai 2016 als sie beim DFB-Pokalfinale mit der Trophäe in den Armen die beiden Finalisten Bayern München und Borussia Dortmund ins Berliner Olympiastadion führen  durfte.

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14 Millionen Zuschauer verfolgten außerhalb der Arena das Geschehen am Fernsehgerät.  München gewann übrigens 4 zu 3 nach Elfmeterschießen. Sehr zur Freude der gebürtigen Münchnerin Natalie Geisenberger.

Die Siegesserie bei den deutschen Rodlern ging aber weiter. Tobias Wendl und Tobias Arlt konnten ebenso wie zuvor Natalie Geisenberger und der Nordische Kombinierer Eric Fernzel ihre Erfolge von Sotschi wiederholen.

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Und dann  gewannen  Wendl/Arlt gemeinsam mit Natalie Geisenberger und Johannes Ludwig auch noch Gold  mit der Teamstaffel.

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Damit konnten neben Natalie Geisenberger auch die beiden Berchtesgadener Wendl und Arlt mit insgesamt vier Goldmedaillen den dreimaligen Olympiasieger Georg Hackl als bislang erfolgreichsten Olympia-Rodler ablösen.

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Diese Marke Individuell wurde anlässlich des Gewinns der Goldmedaille 2014 mit der  Teamstaffel verausgabt. Gold holten in Sotschi Natalie Geisenberger, Felix Loch, Tobias Wendl und Tobias Arlt. Die Marke Individuell hat einen Nennwert zu 25 Cent und zeigt ein Foto der Sieger.

IMG_2631Felix Loch, der  in Pyeongchang im Einzel patzte und damit verabredungsgemäß dem Besseren, Johannes Ludwig den Platz in der Staffel überlassen musste, blieb diesmal medaillenlos. Der 32jährige Oberhofes  Ludwig krönte mit Staffel-Gold und Einzel-Bronze seine  Rodler-Karriere. Auf eine Briefmarke hatte er es aber auch schon mal geschafft. 2017 gehörte er der erfolgreichen Weltmeister-Staffel an, die von der Sporthilfe-Philatelie in einem Markenheftchen gewürdigt wurde.

Freudentränen nicht nur auf dem Eis

 

Auch wenn wir sie noch nicht auf einer Briefmarke vereint vorfinden, Aljona Savchenko und Bruno Massot müssen hier unbedingt erwähnt werden. Eine eingebürgerte Ukrainerin und ein eingebürgerter Franzose  sorgten nach 66 Jahren endlich wieder einmal für deutsches Paarlauf-Gold bei Olympischen Spielen. Fast schon aussichtslos auf Rang Vier nach dem Kurzprogramm, liefen sie die Kür ihres Lebens – nahezu perfekt. Athleten und Zuschauer waren zu Tränen gerührt. Nur die ganz alten Leser werden sich noch an Ria und Paul Falk erinnern, die 1952 in Oslo für die BRD triumphierten. Eine Briefmarke blieb ihnen versagt. Die bekam offiziell von der Deutschen Post  bislang nur eine Eiskunstläuferin. Und zwar Anna Hübler, die gemeinsam mit Heinrich Burger 1908 in London  Gold gewann, als erstmals im Rahmen der Olympischen Sommerspiele vier Wettbewerbe im Eiskunstlauf ausgetragen wurden – 16 Jahre vor den ersten Winterspielen in Chamonix.  Anna Hübler ist damit die erste deutsche Olympiasiegerin.

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 Anna Hübler und Heinrich Burger bei den Olympischen Spiele 1908 in London. Die 1996 erschienene Briefmarke aus der Serie „Für den Sport“ zeigt Anna Hübler-Horn auf einem historischen Foto.

„Totes Rennen“ beim Zweier-Bob 

Der siebenmalige Weltmeister Francesco Friedrich hat die medaillenlose Pleite der deutschen Bobpiloten von Sotschi vergessen gemacht und und nicht nur im Zweier sondern auch im Viererbob Olympia-Gold gewonnen. Bemerkenswert: Der 27-Jährige aus Oberbärenburg war mit seinem Anschieber Thorsten Margis in Pyeongchang nach vier Läufen im Zweierbob zeitgleich mit Gesamtweltcupsieger Justin Kripps aus Kanada.

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Bereits 1998 hatte es in Nagano zwei zeitgleiche Olympiasieger im Zweier gegeben. Der Kanadier Pierre Lueders und der Italiener Günther Huber holten damals Gold.

Vor vier Jahren waren die deutschen Bobpiloten erstmals seit 1964 ohne Olympiamedaille geblieben.

Wer die beiden Deutschen auf einer Briefmarke individuell jetzt schon sammeln will, sollte sich noch das Sporthilfe Markenheftchen von der Bob-WM 2017 in Königssee sichern.

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Francesco Friedrich hatte es schon einmal 2013 als Weltmeister mit seinem damaligen Anschieben Jannis Bäcker auf eine Briefmarke geschafft.

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Berlinerinnen holen Zweierbob-Gold

Als B-Team gestartet und plötzlich Gold gewonnen. Zweierbob-Pilotin Mariama Jamanka und Anschieberin Lisa-Marie Buckwitz sind bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang zum Überraschungs-Olympiasieg gefahren. Jamanka ist die erste deutsche Olympiasiegerin im Zweierbob seit dem Erfolg von Sandra Kiriasis 2006 in Turin. In Vancouver und Sotschi waren die deutschen Frauen leer ausgegangen. Die ehemalige Hammerwerferin war erst 2013 zum Bobsport gekommen. Die gebürtige Berlinerin, Tochter eines Gambiers und einer Deutschen, zog dafür aus der Metropole in die thüringische Provinz nach Oberhof. Da sie keine Vergangenheit im Rodelbereich hatte wie viele andere Pilotinnen, musste sie sich das Bahngefühl und die Linien schwer erarbeiten. „Manchmal bin ich verzweifelt und konnte nicht immer alles zeigen“, sagte sie rückblickend.

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Das Olympiasieger-Paar war erst kurz vor den Winterspielen auf Geheiß von Cheftrainer René Spies zusammengekommen. Er hatte Annika Drazek aus dem Jamanka-Bob in den Schlitten von Stephanie Schneider beordert, um so die aus seiner Sicht beste Pilotin mit der besten Anschieberin fahren zu lassen und die Aussichten auf eine Medaille zu verbessern. Buckwitz, die bis dahin mit Schneider in einem Bob saß, kam zu Jamanka. Und mit ihr feierte die für den SC Potsdam startende Berlinerin, ihren größten Triumph. Eine Sporthilfe-Briefmarke Individuell ist beiden nun gewiss.

Deutsche Dreifach-Kombination

Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek hat bei den Winterspielen in Pyeonchang Gold im Wettbewerb der Nordischen Kominierer von der Großschanze Gold gewonnen. Unknown

Beim zweiten deutschen Dreifach-Triumph der Olympia-Geschichte setzte sich der Oberstdorfer vom der großen Schanze nach einem Sprung und dem 10-km-Langlauf vor Fabian Rießle  und 3040202749.jpgNormalschanzen-Olympiasieger Eric Frenzel  durch.

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Drei deutsche Kombinierer auf einem olympischen Podest hatte es zuvor nur 1976 in Innsbruck durch Ulrich Wehling (DDR), Urban Hettich (BRD) und Konrad Winkler (DDR) gegeben.

Und die Erfolgsstory der Deutschen ging noch weiter. Nach den Einzelerfolgen von Eric Frenzel und Johannes Rydzek konnten sie erstmals nach 30 Jahren wieder den Team-Wettbewerb gewinnen  und damit für einen deutschen Goldrekord bei Olympischen Winterspielen sorgen.

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Frenzel, Rydzek, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger setzten sich nach jeweils einem Sprung von der Großschanze sowie 4×5 Kilometer in der Loipe vor Norwegen und Österreich durch. 

Mit seiner insgesamt dritten Goldmedaille ist Eric Frenzel   der zweiterfolgreichste Kombinierer der Olympia-Geschichte. Mit 3 Gold sowie zweimal Silber und einmal Bronze wird der Oberwiesenthaler nur noch vom Finnen Samppa Lajunen (3-2-2) übertroffen.

(Autor: KJA)

 

 

Briefmarken-Sammler fördern seit 50 Jahren deutschen Nachwuchs-und Spitzensport

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe feiert am 26.Mai 2017 ihr fünfzigjähriges Bestehen. In dieser Zeit sind dem deutschen Sport aus den Erlösen der Sportbriefmarken über 130 Millionen Euro an Fördermitteln zugeflossen. Maßgeblichen Anteil an diesem großen Erfolg haben neben der Post auch die Millionen von Briefmarkensammlern, die damit fast ein Drittel des gesamten Sporthilfe-Budgets erbracht haben.

In den zurückliegenden 50 Jahren wurden bis auf die Jahre 1973, 1974, 1975 und 1977, in denen es keine Marken „Für den Sport“ mit entsprechendem Zuschlag gab, insgesamt 156 Briefmarken sowie fünf Blockausgaben an die Postschalter gebracht. Zirka 40 Sportarten vom Alpinen Ski-Lauf bis zum Volleyball wurden mit entsprechenden Motiven bedacht. Darüber hinaus gab es Markenmotive mit Sportstätten, Sportpersönlichkeiten sowie sportlichen Symbolen und Gegenständen.

34 Grafikerinnen und Grafiker waren in den fünf Jahrzehnten an der Gestaltung der Briefmarken beteiligt. Für die Jubiläumsausgabe zeichnete in diesem Jahr erstmals Grafik-Designer Professor Wilfried Korfmacher (im Foto links) aus Meerbusch verantwortlich. Mit ihm hat Klaus-Jürgen Alde gesprochen.S1180083

Zunächst herzlichen Glückwunsch zum Siegerentwurf für die diesjährige Sonderpostwertzeichen-Serie „Für den Sport“ anlässlich 50 Jahre Stiftung Deutsche Sporthilfe. Was bedeutet dieser Erfolg für Sie?

Wenn ich sagen würde, ich fühle mich wie ein Weltmeister oder Olympiasieger, dann wäre das vermessen. Der Wettbewerb war ja allenfalls eine „Deutsche Meisterschaft“. Wir begreifen unsere Disziplinen Gestaltung, Design und Grafik auch als Sport. Wir waren eingeladen worden, um im ehrenwerten Kreis von Kollegen uns zu bewähren. Und am Ende hat die Jury uns ausgewählt. So fühle ich mich heute tatsächlich wie ein Sportler. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass wir im Wettbewerb dieser berühmten Sonderpostwertzeichen-Serie gerade zum 50jährigen Bestehen der Sporthilfe siegreich waren.

Sie sprechen vom „Wir“. Wer gehört da noch dazu?

Auch wenn ich Professor für Design an der Hochschule in Düsseldorf bin, wurde ich zur Vorstellung der neuen Briefmarken „Für den Sport“ nicht professional sondern professionell nach Berlin eingeladen. Ich arbeite in der Agentur „Zeichenverkehr“ schon seit vielen Jahren im Team mit Daniel Stoffels zusammen. Die Briefmarken stehen ja unter dem Motto „Leistung – Fairplay – Miteinander“. Dieses Miteinander pflegen wir, das ist in unserer Branche so üblich. Wir sind nicht die Einzelkämpfer im stillen Kämmerlein sondern wir arbeiten mit den unterschiedlichsten Spezialisten zusammen. In diesem Fall haben wir es im Endeffekt zu Zweit gemacht.

Wie groß war der „Lernprozess“ bei der Gestaltung der diesjährigen Sportbriefmarken?

Das nachzuvollziehen ist nicht ganz einfach. Ich könnte Ihnen viele Entwürfe zeigen, die wir nach Erhalt der Briefing-Unterlagen gemacht haben. Die Aufgabenstellung war sehr schwierig. Da galt es sichtbar zu machen, dass die Marken für den Sport in Deutschland und für das 50jährige Jubiläum der Sporthilfe sind. Dazu mussten die Werte der Marken gut erkennbar sein. Die Marken sollten sehr prägnant die Begriffe „Leistung-Fairplay-Miteinander“ zeigen. Und der Ausschreibungstext besagte, dass möglichst keine Bilder verwendet werden sollen.

Danach haben wir unterschiedlichste Entwürfe gemacht. Auch einen, der tatsächlich ohne fotografisches Bild auskam. Da haben wir aus den Worten mehr oder weniger abstrakte Illustrationen entwickelt. Da standen sich z.B. beim Begriff „Fairplay“ wie auf einem Basketballfeld die vier Buchstaben für „fair“ denen von „play“ gegenüber. Die Buchstaben des Begriffs „Leistung“ waren auf einer Laufbahn aneinandergereiht. Die 11 Buchstaben von „Miteinander“ zierten eine Fußballmannschaft auf dem Spielfeld. Das war zwar alles sehr gut gelungen, wir waren aber dennoch nicht zufrieden, weil die Marken im Endeffekt nicht so eine emotionale Kraft hatten – nicht den „Geschmack“ einer Goldmedaille. Gerade zum Sporthilfe-Jubiläum sollten die Marken so etwas wie den Abglanz einer Goldmedaille haben. Wir haben also weiter experimentiert. Gold als Sonderfarbe verwendet und am Ende diese drei nun vorliegenden Briefmarken kreiert, die uns ebenfalls am besten überzeugt hatten.

Wann ist mit der nächsten sportlichen „Korfmacher-Briefmarke“ zu rechnen?

Ich habe gerade die Abzüge für unseren Siegerentwurf zum Tag der Briefmarke 2017 erhalten. Dieser hat im weiteren Sinne durchaus auch etwas mit Sport zu tun.

Briefmarkenprogramm-2017 2

 

Auf dem Bild der 70+30 Cent Marke aus der Plusmarken-Serie zum Tag der Briefmarke haben wir einen Comic mit Fix und Foxi auf Skateboardern dargestellt. Die Briefmarke erscheint am 14.September.

 

Das komplette Interview mit Professor Korfmacher ist im neuen OSPC-Journal 01/2017 abgedruckt. Hier weitere Themen aus dem Heft:

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(Autor: KJA)