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Olympia- und Sport-Philatelisten-Club Berlin würdigte die I. „European Championships“ mit Sonderbeleg

Zehn Tage vom 2. – 12. August, sieben Sportarten, 188 Medaillen, 4782 Athleten zwei Schauplätze Glasgow und Berlin sowie über 100 Stunden Live-Programm in ARD und ZDF – die ersten „European Championships“ sind ein Erfolgsmodell geworden. Nicht nur für die Sportlerinnen und Sportler, sondern auch für die Zuschauer, Organisatoren und Fernsehanstalten. Eine Fortsetzung dieser Spiele, vielleicht dann sogar wieder in Berlin und mit ein paar weiteren Sportarten, scheint nicht ausgeschlossen!

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Dieser Plusbrief Individuell wurde vom OSPC Berlin initiiert und ist der bislang einzig bekannte philatelistische Beleg, der diesem europäischen Sportereignis 2018  gewidmet  wurde. Weder in Deutschland noch in Großbritannien haben die Postverwaltungen offiziell auf die ersten „European Championships“ reagiert. Dank einer findigen Post-Mitarbeiterin  im Berliner Philatelie-Shop ist es uns sogar gelungen, statt des einfachen Tagesstempels einen passenden Sonderstempel mit der Gedächtniskirche zu erhalten. Wie auf dem Foto zu sehen, war der Glockenturm der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz zum Werbeträger für die Leichtathletik-EM umfunktioniert worden.

Das Fernseh-Übertragungs-Konzept  der „European Championships“ war angelehnt an die erfolgreichen TV-Konferenzsendungen, die man aus den Wintermonaten kennt. Statt zwischen Biathlon, Bob, Eisschnelllauf und Nordischer Kombination wurde nun beispielsweise zwischen Rudern, Kunstturnen, Radsport, Schwimmen und Leichatathletik hin und her geschaltet. Somit war die Aufmerksamkeit, natürlich auch für die Sponsoren, wesentlich höher, als bei den EM-Einzelübertragungen in den verschiedenen Sportarten.

Zwischen 1,5 und fast 5 Millionen Menschen haben  täglich in ARD und ZDF zugeschaut. Der durchschnittliche Marktanteil von 13 – 18 Prozent kann sich sehen lassen. Während im schottischen Glasgow, vor vier Jahren Austragungsort der Commonwealth Games, die Europameisterschaften im Schwimmen, Kunstturnen, Radsport, Rudern, Triathlon und Golf veranstaltet wurden, kämpften in Berlin die Leichtathleten um ihre EM-Medaillen.

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2014 anlässlich der XX. Commonwealth Games in Glasgow hatte die britische Post noch diese sechs Briefmarken mit Sportarten-Motiven an die Schalter gebracht. 

Das Publikumsinteresse war trotz der hochsommerlichen Temperaturen in beiden Städten sehr groß. Neben dem Berliner Olympiastadion wurde erstmals auch auf dem Breitscheidplatz mit einer Event-Meile und improvisierter Gratis-Arena für 3000 Zuschauer für tolle  EM-Stimmung gesorgt. Dort, am Fuße der Gedächtniskirche, trugen z.B. die Kugelstoßer ihre Qualifikation aus, waren Start und Ziel für Geher-und Marathon-Wettbewerbe. Und natürlich die vielumjubelten Siegerehrungen.

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Diesem ungewöhnlichen Ort des „Leichtathletik-Stadtfestes“ haben wir auf unserem „Plusbrief Individuell“  ein kleines „Denkmal“ setzen wollen.

 

 

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Die Leichtathletik-Europameisterschaften 2018 waren ein Ganz-Berliner-Ereignis.

Das IOC hat sich zu dieser neuen Veranstaltungsform bisher noch nicht äußern wollen und  auf das European Olympic Committee (EOC) verwiesen, das Veranstalter der European Games ist, die vor drei Jahren erstmals in Baku stattfanden und rein gar nichts mit den  „European Championships“ in Glasgow und Berlin zu tun haben. 2015 waren in der aserbaidschanischen Hauptstadt 6000 Athleten in 23 Sportarten am Start. Vom 21. bis 30. Juni 2019 soll das weißrussische Minsk Schauplatz der zweiten Europaspiele sein.

Der sportliche Event-Trend scheint im Moment zu Multi-Meisterschaften zu gehen. So wird im  kommenden Sommer  Berlin am 3. und 4. August Schauplatz von zehn Deutschen Meisterschaften sein.

Insgesamt werden 3400 Athleten teilnehmen und 194 Titel in 155 Disziplinen vergeben. ARD und ZDF wollen mit fast 20 Live-Stunden über „Die Finals – Berlin 2019“ berichten. Bei dieser Premiere präsentieren sich die Sportarten Bogenschießen, Bahnradsport, Boxen, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Schwimmen, Wasserspringen, Triathlon und Turnen. Fünf Sportarten sind im Olympiapark und im Olympiastadion von Berlin zu sehen. Weitere Schauplätze sind die Max-Schmeling-Halle, das Velodrom, die Schwimm- und Sprunghalle im Europapark sowie das Strandbad Wannsee. Für die Kanuwettbewerbe soll noch eine attraktive Strecke im Stadtzentrum gefunden werden.

„Wir sind stolz darauf, dass Berlin erster Gastgeber dieses innovativen Konzepts sein wird“, sagte Sportsenator Andreas Geisel bei der Vorstellung des Projektes. Es sei „eine großartige Idee“, findet Kanu-Olympiasiegerin Franziska Weber: „Mit anderen Sportlerinnen und Sportlern zusammen zu sein, ist immer etwas Besonderes.“ Mit der geballten Wucht ihrer parallel ausgetragenen Meisterschaften wollen die olympischen Sportarten ein wenig aus dem Schatten von „König“ Fußball treten.

Auch der Olympia- und Sportphilatelisten Club Berlin freut sich jetzt schon auf dieses Super-Meisterschaftswochenende im kommenden Jahr. Vielleicht gibt es dann neben einem OSPC-Beleg auch mal wieder einen offiziellen Sonderstempel der Post!

(Autor: KJA)

 

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