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Furioses Fußball-Finale in Russland – Frankreich holt WM-Trophäe (aktualisiert)

Frankreich feiert den zweiten Erfolg bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. Die Equipe Tricolore gewann am Sonntag (15.7.2018) das Finale in Moskau gegen Kroatien mit 4:2.

Frankreich-ist-Fussball-Weltmeister-(Foto:dpa)

Die Tore für die Franzosen erzielten der Kroate Mandzukic mit einem Eigentor sowie Griezman per Elfmeter, Pogba und Mbappé. Perisic und Mandzukic waren für die Kroaten erfolgreich.

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Für den französischen Trainer Deschamps war es der zweite Titelgewinn. Er war beim ersten Erfolg der Franzosen vor 20 Jahren als Spieler dabei. Schon damals hatte ein Duell der Franzosen gegen Kroatien für Aufsehen gesorgt. Im Halbfinale standen sich beide Mannschaften gegenüber, Kroatien verlor 1:2, besiegte aber danach im Spiel um Platz Drei die Niederlande mit 2:1. Auch wenn es für die tapferen Kroaten diesmal wieder nicht gereicht hat, den Rivalen aus Frankreich zu besiegen – als Vizeweltmeister haben sie sich in die Herzen vieler Fußballfans gespielt und können sich mit Stolz überall präsentieren.

Der zweite Platz ist der bislang größte fußballerische Erfolg des Balkan-Landes. Bei den Europameisterschaften 1996 in England und 2008 in Österreich und der Schweiz hatte die Elf jeweils das Viertelfinale erreicht. Vor zwanzig Jahren feierte die kroatische Post den WM-Dritten mit einem Extra-Block. Vermutlich wird nach dieser WM eine ähnliche Ausgabe folgen.

Bronze 1998 in Frankreich

Philatelistisch gesehen waren die Kroaten  diesmal der „wahre“ Fußball-Weltmeister“. Im Gegensatz zum Finalgegner Frankreich hatte die kroatische Post die WM in Russland und die eigene Nationalmannschaft bereits im Vorfeld entsprechend gewürdigt. Am 14. Juni 2018 war in einer Auflage von 100tausend Stück ein Kleinbogen mit neun Briefmarken und einem Zierfeld ohne Werteindruck erschienen, auf denen ein Fußballer im rot-weißen kroatischen Schachbrettmuster-Trikot zu sehen ist. Dazu gab es noch einen gestempelten Ersttagsbrief.

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resize.aspxZur Vorstellung der WM-Marke schrieb Sportjournalist Miro Rede fast schon prophetisch auf der Web-Seite der kroatischen Post:

„Die Hauptfrage für Kroatien lautet: Was kann unser Team bei dieser WM erreichen? Antwort: Es ist ihre Zeit, eine sehr wichtige Rolle zu spielen und nach 20 Jahren wieder auf das Siegerpodest zu klettern, genau wie im Prinzenpark 1998.

Unser Team hat eine schwierige Qualifikatione durchgemacht, einschließlich des Trainerwechsels. Zlatko Dalić ersetzte Ante Čačić und der schaffte es nach dem Playoff-Sieg gegen Griechenland erneut in die WM-Endrunde – auch Dank der Generation der erfahrenen Spitzenspieler wie Luka Modrić, Vedran Čorluka , Marijo Mandžukić, Ivan Rakitić, Ivan Perišić und Domagoj Vida , die sich in der besten Form ihres Lebens befinden.

Dies ist genau der richtige Zeitpunkt, um etwas Großes zu erreichen. Kroatien wird auf dem Weg nach oben mit einigen Hindernissen konfrontiert sein, beginnend mit seiner Gruppe, wo es gegen das ehrgeizige Nigeria, Messis Argentinien und das bekannte Island (das größte Wunder des zeitgenössischen Fußballs) spielen wird. Die WM-Favoriten sind aber Titelverteidiger Deutschland, die potenten und verspielten Franzosen, die Könige der Kombinationen, die Spanier und die unberechenbaren Brasilianer…“

Die französische Post zog  nach dem WM-Gewinn des Landes philatelistisch ganz schnell nach und würdigte wenige Tage nach dem Titelgewinn den neuen Fußball-Weltmeister  mit einem Extra-Block  unter dem Motto „Merci Les Bleus“.

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Numismatisch war diese Würdigung zuvor bereits vorausschauend erfolgt. 872889 Neben einer 10 Euro Silbermünze hatte Frankreich im Vorfeld der WM in Russland auch eine 5 Euro Goldmünze in der Qualität Polierte Platte geprägt. Die geringe Auflage von nur 5000 Exemplaren wird diese Münze nun zu einem äußerst begehrten Stück machen.

Kroatien dürfte nach dem  WM- Auftritt seiner Fußballnationalmannschaft in Russland als Zweiter wohl jedem klar gemacht haben, wo sein Platz auf der Weltkarte ist. Auch den Österreichern. Dort konnte kurz vor der WM in letzter Minute ein philatelistischer Fauxpas gerade noch verhindert werden. Anlässlich der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft in diesem Jahr hatte die Post das Erscheinen einer Sonder-Briefmarke als ein „Highlight“ des Sommers angekündigt. „Alle 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind in ihren Umrissen abgebildet“, hieß es in der Beschreibung.

Dann stellten aufmerksame Betrachter fest, dass nicht alle 28 EU-Staaten auf der Marke berücksichtigt worden sind. Ausgerechnet Kroatien hatte es getroffen – das historisch mit Österreich verbundene, beliebte Urlaubsdomizil und bei der Fußball-WM auftrumpfende jüngste EU-Mitglied. Im Philatelie-Magazin der Post war eine Abbildung der Marke abgedruckt, auf der Kroatien und seine markante dalmatinische Küste tatsächlich nicht zu sehen waren.

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Die beiden Versionen der Sonderbriefmarke: Links ohne und rechts mit Kroatien.

Jedoch rasch konnte via „Kleine Zeitung“Entwarnung gegeben werden: Es handle sich nur um einen Entwurf der Designerin aus St. Pölten, die Marke ohne Kroatien sei nie bei der niederländischen Spezialdruckerei in Druck gegangen, ließ die Post verlauten.

Eine potenzielle diplomatische Krise war damit erst einmal abgesagt.

Dennoch werden Fotos von der Briefmarke – auch mit Kroatien – noch immer in sozialen Netzwerken geteilt, und das liegt weniger an der Goldfolien-Veredelung der EU-Sterne, die laut österreichischer Post „einen ganz besonderen Effekt“ erzeuge. Vielmehr wird kommentiert, dass durch die besondere  Schriftsetzung die Wörter „EU“ und „RATS“ hervorgehoben werden, während das Wort „Präsidentschaft“ auf den ersten Blick nur als Kleingedrucktes wahrzunehmen ist. Dadurch ergebe sich beim schnellen Hinsehen das Wort „EU RATS“ – englisch für: „EU-Ratten“

„Bei Sondermarken handelt es sich um Kunst im Kleinformat, die der gestalterischen Freiheit unterliegt“, heißt es vonseiten der Österreichischen Post. Dass der Vorsitz im Rat der Europäischen Union unter dem Begriff „EU-Ratspräsidentschaft“ zusammengefasst wird, limitiere den Gestalter aber in seinen grafischen Möglichkeiten. „In der Grafik werden Sonderzeichen abgelehnt, diese werden oftmals durch Absätze ersetzt – wie auch in diesem Fall. Zudem steht für uns schlussendlich das Gesamtdesign im Vordergrund. Typografie und Inhalt müssen ausgewogen sein“, sagte ein Post-Sprecher zum KURIER.

Vielleicht wird die Marke mit einer Auflagenhöhe von derzeit 240.000 Stück – einen wertvollen Fehldruck ohne Kroatien gibt es ja nicht –  auch bei schwarzhumorigen Briten zum begehrten Sammlerstück.

 

(Autor: KJA)

 

 

 

 

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Deutschland ist Weltmeister – aber warum nur dreimal?

Mit Spannung warten Sportphilatelisten und Förderer des deutschen Leistungssports auf die diesjährige Ausgabe der Briefmarkenserie „Für den Sport“. Damit unterstützt, wie jedes Jahr, das Bundesministerium der Finanzen die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Seit 1968 sind durch die Sondermarken mit dem „Plus“ bereits mehr als 130 Millionen Euro an Fördermitteln für die sozialen Belange und Aufgaben im Bereich des Nachwuchs- und Spitzensports zur Verfügung gestellt worden.

Am 3. Mai ist es endlich soweit. Da kommen die Marken an die Postschalter. Das langehütete Geheimnis ist aber jetzt schon dank der aktuellen Pressemitteilung des Finanzministeriums gelüftet. Endlich wissen wir, was sich unter dem Motto „Sportlegenden – Legendäre Fußballspiele“ verbirgt. Nach dem in diesem Jahr bereits das Thema Olympische Winterspiele philatelistisch völlig negiert wurde, haben die drei Fußball-Marken auch nicht wirklich etwas mit der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Russland zu tun. Absicht oder Berechnung – das ist die große Frage!

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Als ehemaliger Hörfunk-Sportreporter freue ich mich natürlich über das philatelistische Denkmal, das erstmals mit den Briefmarken meinem Berufsstand gesetzt wurde. Denn im Mittelpunkt der Emission stehen markante Sätze aus drei berühmten Hörfunk-und Fernseh-WM-Finalreportagen mit deutschem Happyend. Warum aber ausgerechnet der vierte deutsche WM-Titel 2014 in Brasilien keine Marke wert war, das sollte uns mal einer erklären – vielleicht der neue Finanzminister bei der traditionellen öffentlichen Präsentation der Marken mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

1954 – Das Wunder von Bern

Der erste Triumph bei einer Fußball-Weltmeisterschaft nimmt nicht nur in der Fußball-Geschichte Deutschlands eine exponierte Rolle ein. Der Sieg Sepp Herbergers und seiner Mannschaft im Sommer 1954 im Regen von Bern, wird von Historikern als eigentliche Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet. Die Bilder der sympathischen, bescheidenen Fußballer sorgten kurz nach dem zweiten Weltkrieg für ein anderes Bild Deutschlands.
Im Finale war das DFB-Team der Außenseiter. Noch in der Vorrunde hatte es mit 3:8 gegen Ungarn verloren.

Im Endspiel stand es bereits 0:2 nach acht Minuten. Ein Wunder musste her. Morlock und Rahn trafen noch in Halbzeit eins. Torwart Toni Turek verhinderte mit Glanzparaden die erneute Führung der Ungarn. Radio-Reporter Herbert Zimmermann ruft begeistert: „Turek, du bist ein Teufelskerl. Turek, du bist ein Fußballgott.“

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Dann kommt die 84. Minute: „Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen“, ruft Zimmermann in sein Mikrofon. Und Rahn schießt und trifft. Wenig später beendete Zimmermann seine legendäre Reportage: „Aus. Aus. Aus. Aus. Das Spiel ist aus. Deutschland ist Weltmeister.“

Radio-Reporter Herbert Zimmermann ist mit dieser Endspiel-Reportage ebenfalls zur Legende geworden. Zumal später alle bewegten Bilder mit seinen Schilderungen unterlegt wurden. Sein damaliger Fernsehreporter-Kollege Dr. Bernhard Ernst hatte das Pech, das seine für die damals noch wenige deutsche Fernsehgerätebesitzer ausgestrahlte Übertragung nicht aufgezeichnet werden konnte und die Tonspur auch noch verloren ging.

1974 – Grandioser Heimsieg

In die Heim-WM 1974 ging die deutsche Mannschaft als Mitfavorit. Zwei Jahre zuvor hatte eine spielstarke deutsche Mannschaft um Beckenbauer, Netzer und Müller bei der EM den Titel gewonnen. Historische Spiele gab es schon vor dem Finale. Etwa den deutsch-deutschen Vergleich, den Sparwasser mit seinem Treffer für die DDR entschied. Im Finale in München ging es gegen Erzrivalen Niederlande. Es begann unglücklich – wie 1954. Nach 100 Sekunden stand es 0 zu 1. Dann aber traf Paul Breitner vom Punkt zum 1:1 und Rainer Bonhof legte im Strafraum  zurück auf Müller. Rudi Michel, der ARD-Fernsehkommentator, schildert: „Müller“ – es folgt eine kleine Pause, in der sich auf dem Spielfeld Gerd Müller dreht und schießt. Reporter Rudi Michel sagt nur: „Und… 2:1!“ Sporthilfe Marken 2020

Eine Stunde und viele Paraden von Sepp Maier später war Deutschland wieder Weltmeister. Rudi Michel: „Oh, hat das Kraft gekostet.“ Auch den Reporter!

1990 – ein Sieg für die Einheit

1990 war ein besonderes Jahr für Deutschland. Die Euphorie des Mauerfalls trug auch die Nationalmannschaft, die diesmal furios in die WM in Italien mit einem 4:1 gegen Jugoslawien startete. Im Achtelfinale gab es ein 2 zu 1 gegen die Niederlande. Im Halbfinale gegen England ein Sieg im Elfmeterschießen. Im Finale in Rom ging es gegen Maradona und Argentinien. Deutschland war überlegen – wird aber erst in der 85. Minute belohnt: Lothar Matthäus schickte Rudi Völler in den Strafraum. Néstor Sensini führt einen harten Zweikampf, bei dem Völler fällt. Welche Entscheidung trifft Schiedsrichter Méndez? O-Ton Gerd Rubenbauer im Fernsehkommentar der ARD: „Was gibt er? Er gibt Elfmeter!“ Andreas Brehme verwandelte eiskalt. Deutschland war zum dritten Mal Weltmeister.Sporthilfe Marken 2021

Gerd Rubenbauer resümierte: „Der Kaiser hat die Krone, die deutsche Mannschaft den Pokal, und wir hatten Spaß an diesem deutschen Team.“

2014 – der Spaß geht weiter

Diese große WM-Freude hatten wir auch 2014 in Brasilien. Deutschland wurde zum vierten Mal Weltmeister. Im Achtelfinale Algerien 2 zu 1 besiegt, im Viertelfinale Frankreich 1 zu 0 geschlagen, im Halbfinale Gastgeber Brasilien mit 7 zu 1 vom Platz gefegt.

Und im Finale gegen Argentinien gab es die erneute Krönung. Mario Götze kam in der 88. Minute beim Stand von 0 zu 0 für Miroslav Klose ins Spiel. Seinen Moment für die Ewigkeit hatte er dann sieben Minuten vor Ende der Verlängerung. Götze stoppte im freien Lauf eine von links kommende Flanke von Andre Schürrle mit der Brust, ließ den Ball direkt auf den linken Fuß tropfen und schoss ab ins Tor. ARD-Fernsehkommentator Tom Barthels: „Schürrle – der kommt an. Mach ihn, mach ihn Mario Götze – das ist doch Wahnsinn. Und jetzt ist er gekommen, dieser eine Moment für Mario Götze, da ist alles andere egal!“

Schade, das die Grafiker Astrid Grahl und Lutz Menze aus Wuppertal, die für die Entwürfe der diesjährigen Marken „Für den Sport“ verantwortlich waren, dieses dramatische Motiv nicht zu einer vierten WM-Final-Marke verarbeiten durften. Mir fehlt zwar das grafische Talent, aber ich habe trotzdem mal versucht, ein entsprechendes Markenbild zu kreieren. Der Reportersatz meines Kollegen Tom Barthel „Mach ihn – Mario Götze“ hätte es ebenso verdient, wie der Torschütze, der zur Zeit seiner einstigen WM-Form noch hinterherläuft!Goldegotze bearbeitet

 

Nachspielzeit

Wegen der langwierigen Koalitionsverhandlungen und  der damit erst kürzlich erfolgten Regierungsbildung, war es in diesem Jahr wohl nicht mehr möglich, kurzfristig in Berlin einen gemeinsamen Vorstellung-Termin zwischen der Stiftung Deutsche Sporthilfe und den für die „Sport-Briefmarken“  zuständigen neuen Finanz-und Innenministern Scholz und Seehofer zu finden. Die Marken werden nun offiziell auf der Briefmarken-Messe in Essen vom 3. bis 5. Mai präsentiert.

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Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist eine aktuelle Veröffentlichung der Post, in der man ganz beiläufig erfährt, dass es im Markenset neben den drei erwähnten nassklebenden Zusammendruck der drei Motive noch ein Zierfeld gibt.

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Und auf diesem Zierfeld ohne Werteindruck wird mit dem von mir oben beschriebenen Reporter-Ausruf „Mach ihn“ an das vierte von Deutschland gewonnene WM-Finale 2014 erinnert. Wenigstens etwas! Bleibt immer noch die Frage, warum es nicht für eine vierte „richtige“ Briefmarke gereicht hat?

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(Autor: Klaus-Jürgen Alde)

Wie viele Olympiasieger hat Luxemburg?

 

Eigentlich eine etwas abwegige Frage, der ich auch nur nachgegangen bin, weil ich diese Sportbriefmarke nebst Ersttagsstempel entdeckt habe:

Unknown 2Die luxemburgische Post erinnert in diesem Jahr damit in dreifacher Hinsicht an Joseph Barthel. Vor 65 Jahren, am 26. Juli 1952 war er in Helsinki Olympiasieger über 1500 Meter geworden.  Am 24. April hätte er seinen 90. Geburtstag gefeiert. Und am 7. Juli jährte sich sein Todestag  zum 25 Mal.

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„Josy“ Barthel war nicht nur Leichtathlet und Olympiasieger, sondern auch ein beliebter Landes-Politiker. Sein phänomenaler Endspurt im 1.500 m-Lauf bei den 15. Olympischen Spielen 1952 in Helsinki, mit dem er das Finale als krasser Außenseiter gewinnen konnte, ist bis heute ein besonderer Moment für die Luxemburger Sportwelt. Er siegte in 3:45,2 Minuten vor dem US-Amerikaner Bob McMillen und dem Deutschen Werner Lueg. Die Siegerzeit bedeutete damals Olympischen Rekord.

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Dieses Foto zeigt die drei Medaillengewinner bei der Siegerehrung. OSPC-Mitglied Dr.Christian Kunz erstand diese Rarität mit deutschsprachigem Autographen 2013 auf einem Göteborger Flohmarkt. „Josy“ Barthel muss diesen Gruß an einen „liebenswürdigen Finnen“ noch während der Olympischen Spiele in Helsinki geschrieben haben.

Helsinki waren für  Joseph Barthel bereits seine zweiten Olympischen Spiele. Vier Jahre zuvor in London war er Neunter über die 1500 Meter geworden. Während seiner damaligen Studienzeit bescheinigten ihm französische Trainer, dass er kein Talent hätte. OSPC-Mitglied und Olympia-Experte Volker Kluge, der Barthel Anfang der neunziger Jahre noch vor seinem Tod persönlich in Luxemburg kennenlernen durfte, schreibt in seinem Buch „Olympische Sommerspiele – Die Chronik II“, dass der Luxemburger in jenen Jahren, … „dass, was ihm von Natur aus fehlte, mit Fleiß und Akribie wettzumachen versuchte. Er kontrollierte seinen Biorhythmus, gab sich täglich zwei Noten, eine subjektive und eine objektive. 1951 bei den Studentenspielen in Luxemburg lernte er den deutschen Trainer Woldemar Gerschler kennen, der den im Krieg gefallenen Weltrekordläufer Rudolf Harbig betreut hatte. Es begann mit Briefen, dann akzeptierte der eigenwillige Athlet den Deutschen als seinen Trainer. Nach seinem überraschenden Olympiasieg studierte Barthel an der Havard-Universität in Cambridge und wurde 1954 US-Hallenmeister über die Meile. Bei seinen dritten Olympischen Spielen 1956 in Melbourne schied er aber schon im Vorlauf aus und beendete danach seine Karriere…“.

Joseph Barthel, der zwischen 1946 und 1956 11 Mal in Folge Luxemburgischer Meister über 1500 Meter geworden war, ist seinen Landsleuten aber nicht nur als erfolgreicher Sportler in Erinnerung geblieben. Unknown1962 wurde er Präsident des Luxemburgischen Leichtathletikverbandes und von 1973 bis 1977 war er darüber hinaus auch Präsident des Luxemburgischen Olympischen Komitees. Zudem war er Mitglied der Landesregierung: Von 1977 bis 1979 Minister für Verkehr, Energie, Tourismus und Umwelt sowie von 1979 bis 1984 Minister für Umwelt, Verkehr, Energie, Informatik und Kommunikation. Ihm zu Ehren wurde das nationale Stadion in Luxemburg, Heimstadion der Fußball-Nationalmannschaft, in  „Josy-Barthel-Stadion“ umbenannt.

Diese sechs Luxemburger Briefmarken erschienen anlässlich der Olympischen Spiele 1952 in Helsinki. Es handelte sich damals um die ersten Marken mit Sportmotiven, die von der Post Luxemburgs verkauft wurden.

Neben Joseph Barthel gibt es noch einen zweiten Luxemburger, der eine olympische Goldmedaille gewonnen hat. Seine Geschichte ist aber nach wie vor umstritten.

Michel Théato, 1900 in Paris Olympiasieger im Marathon, tauchte lange Zeit in den Ergebnislisten als Franzose auf. Erst Ende des 20. Jahrhunderts fand man heraus, dass er eigentlich aus Luxemburg stammte. Offiziell wird sein Sieg aber noch immer im französischen Medaillenspiegel geführt, obwohl die Luxemburger immer wieder fordern, dass sein Erfolg dem luxemburgischen Medaillenspiegel zugerechnet werden muss.

Luxemburgische Sportler nehmen bereits seit 1900 an den Olympischen Spielen teil. Dabei konnten vier Sportler fünf olympische Medaillen erringen (zweimal Gold, dreimal Silber). Neben Théato, den ich jetzt mal als Luxemburger zähle, und Barthel, holten Gewichtheber Joseph Alzin 1920 in Antwerpen Silber im Schwergewicht und der Ski Alpine Marc Girardelli zweimal Silber 1992 in Albertville im Riesenslalom und im Super G.

Neben den olympischen Sportwettbewerben gab es bis 1948 die Olympischen Kunstwettbewerbe, bei denen zwei luxemburgische Künstler drei Medaillen gewinnen konnten (zweimal Gold, einmal Silber). Die Medaillen der Kunstwettbewerbe werden traditionell aber weder in den Medaillenspiegeln der jeweiligen Spiele noch in den nationalen Medaillenspiegeln aufgeführt.

 

(Autor: KJA)

 

Vom Schwimmer zum Kino-Helden – Philatelistische Ehrung für Bud Spencer

Haudrauf-Filme haben ihn weltberühmt gemacht. Vor genau einem Jahr, am 27. Juni 2016 war Carlo Pedersoli alias Bud Spencer im Alter von 86 Jahren gestorben. Für viele war der italienische Schauspieler ein Held ihrer Kindheit. Streifen wie „Sie nannten ihn Plattfuß“ oder „Vier Fäuste gegen Rio“ mit seinem langjährigen Film-Partner Terence Hill werden noch immer weltweit von vielen Menschen gern gesehen. Zu Ehren von Bud Spencer hat die BILD in Kooperation mit Post Individuell und der Familie Pedersoli am ersten Todestag des Kino-Helden die ersten Bud Spencer Briefmarken in Deutschland herausgegeben. Streng limitiert, auf 10 000 Bögen mit zehn verschiedenen Motiven – von Kultfotos bis zu unveröffentlichten Bildern.

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Leider ist diese Aktion von BILD nicht so uneigennützig, wie sie auf dem ersten Blick erscheint. Nur wer Bild plus abonniert hat, kann einen Bogen online kaufen. Mit „Spe..ncer“ fängt man Mäuse! Wer bei dieser Abonnenten-Aktion nicht mitmachen will, kann sich ja mit anderen Bud-Spencer-Briefmarken trösten.$_57Denn im Gegensatz zur vollmundigen BILD-Ankündigung , es sei die erste und stärkste Spencer- Briefmarke der Welt, hat es im vorigen Jahr aus Anlass seines Todes schon einige Ausgaben gegeben.

Am 7.12.2016 erschien in Österreich diese personalisierte Trauermarke.

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Die Postverwaltungen von Mocambique und den Solomon Inseln würdigten den Schauspieler ebenfalls schon 2016 mit offiziellen Ausgaben.

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Bemerkenswert für uns Sportphilatelisten ist in diesem Zusammenhang die linke obere Marke des Vierer-Blocks.  $_12 2 Sie zeigt den Schwimmer Carlo Pedersoli und späteren Schauspieler Bud Spencer auf einem Markenbild und wird mit ihrer Inschrift auch zu einer Sportbriefmarke.

Und damit beginnt hier die Geschichte für uns eigentlich erst so richtig interessant zu werden. Wer kennt schon den bewundernswerten sportlichen Lebenslauf des italienischen Tausendsassas.

„Ich bin immer meinen eigenen Weg gegangen“. So beschreibt Carlo Pedersoli auf seiner offiziellen Webseite seine schwimmerische Laufbahn. „Ich bin am 31. Oktober 1929 in Neapel geboren. Nur ein Jahr nach meiner Einschulung 1936 mache ich meine ersten Schwimmversuche und trete einem Schwimmverein bei. Im Jahr 1940 zieht meine Familie, zu der seit 1934 auch meine Schwester Vera gehört, nach Rom, da die von meinem Großvater im 19. Jahrhundert gegründete Fabrik bei einem Bombenangriff zerstört wird.

Ich besuche dort die Schule und beende diese 1946 mit einem überdurchschnittlichen Abschluss. Mit der Rugby-Mannschaft meiner Schule werde ich nationaler Meister und im Schwimmen bin ich zu dieser Zeit schon ein Champion, da ich im Alter von 15 Jahren schon schneller bin als meine älteren Konkurrenten. 1946 bestehe ich die Aufnahmeprüfung an der Universität von Rom und beginne als einer der jüngsten Studenten Italiens Chemie zu studieren. Die Nachkriegszeit ist eine harte Zeit und daher zieht meine Familie erneut um, dieses Mal nach Brasilien. Ich lerne Portugiesisch und arbeite unter anderem als Fließbandarbeiter in Rio de Janeiro. 1948 kehre ich nach Italien zurück. Ich breche mein Chemiestudium ab und studiere stattdessen nun Jura. Dies soll mir mehr Zeit für das Training und das Schwimmen ermöglichen. Neben dem Schwimmen boxe ich in dieser Zeit auch ein wenig im Schwergewicht und gewinne dabei alle meine Kämpfe. Im Schwimmen stelle ich schnell ein paar wichtige Rekorde auf. 1949 werde ich Italienischer Meister im Freistil und ein Jahr später bin ich der erste Italiener, der die 100 Meter Freistil unter einer Minute bewältigt (59,50 Sekunden am 19. September 1950)“ , so Carlo Pedersoli alias Bud Spencer.

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Als erster Schwimmer der Welt hatte übrigens der spätere Tarzan-Darsteller Johnny Weissmüller aus den USA Johnny-Weissmueller-Briefmarke-300x231  (im Bild auf der Briefmarke der Isle of Man 2004) im Sommer 1922 in 58,6 Sekunden die Minutengrenze über 100 Meter Freistil geknackt.

 

 

 

1951 nahm Carlo Pedersoli an den Mittelmeerspielen  teil und gewann die Silbermedaille über 100 m Freistil. 1952 startete er bei den Olympischen Spielen in Helsinki.  Über 100 m Freistil wurde er in seinem Vorlauf Fünfter. Vier Jahre später nahm er an den Olympischen Spielen in Melbourne teil und erreichte über 100 Meter Freistil den 11. Platz. Zwischen 1947 und 1957 gewann er zehn italienische Meistertitel in Folge: dreimal im Brustschwimmen und siebenmal über 100 m Freistil. In dieser Zeit spielte er auch in der italienischen Wasserball-Nationalmannschaft.

1957 beendete er mit 27 Jahren seine Schwimmkarriere und kehrte nach Südamerika zurück. Er sagte damals selbst: „Denn kommt der Ruhm zu schnell, steigt er einem leicht zu Kopf. Bei mir war es kurz davor.“

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Dieses Unikat dürfte den Neid der Autogrammsammler wecken: Bud Spencer signierte eine Collage, die ihn als Profischwimmer in den 50er-Jahren zeigt und die auch sein original Panini-Sammelbild aus dieser Zeit enthält, mit seinem bürgerlichen Namen: Carlo Pedersoli.

„Das machte er nur ganz selten“, freute sich Werbegrafiker Lars Giesen aus Bislich 2015 in Berlin, als er an der Vorstellung der Bud Spencer Biografie des Verlages Schwarzkopf und Schwarzkopf neben seinem Idol teilnehmen durfte. „Offenbar hat ihn die Mühe, die ich mir gemacht habe, ein klein bisschen beeindruckt“, verriet Lars Giesen, der für das Buch viele Fotos aus seiner Filmsammlung zur Verfügung gestellt hatte

Aber auch in Deutschland hat der Schwimmer Carlo Pedersoli seine Spuren hinterlassen. In Schwäbisch Gmünd wurde 2011 sogar das Freibad „Schießtalsee“ in „Bud-Spencer-Bad“ umbenannt. Schließlich hatte er dort am 7./8. Juli 1951 seinen großen Auftritt. Nachzulesen in der Gmünder Tagespost vom 30.11.2011:  „Das neue Freibad „Schießtalsee“ war proppenvoll an diesem heißen Sommertag, als es mit einem Länderkampf Deutschland gegen Italien offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. 5 000 Zuschauer sorgten für ein damals noch völlig unbekanntes Verkehrschaos auf den Straßen rund um das Bad. Selbst in den Bäumen saßen Fans, die einen Blick auf das deutsche Team mit Herbert Klein aus München erhaschen wollten, der vier Wochen zuvor in 2:27,3 Minuten einen Weltrekord über 200m Brust aufgestellt hatte. Allerdings nicht im heute üblichen Schwimmstil, sondern mit Schmetterlingsarmzügen. Zu den Stars der „Squadra Azzuri“ gehörte ein Mann Namens Carlo Pedersoli.

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 Der drahtige Jüngling, der mit 59,8 Sekunden als einziger Starter über die 100m Freistil die damals noch viel mehr begehrte Minutengrenze knackte, eroberte sich schnell die Herzen der vor allem weiblichen Zuschauer, die dem Charme des „Stiers von Rom“ erlagen.

Für eine junge Gmünder Bäckerstochter soll es tatsächlich ein Techtelmechtel mit dem späteren Olympiateilnehmer aus Italien gegeben haben…“ Den Länderkampf gewann übrigens das deutsche Team mit 88 zu 59 Punkten!

Noch einmal kehrte Pedersoli nach Gmünd zurück. Drei Jahre nach dem Länderkampf im Freibad „Schießtalsee“ gab es im alten Hallenbad einen Klubkampf zwischen dem SVG und Lazio Rom. Der Renommierklub aus der italienischen Hauptstadt hatte keinen Geringeren als Carlo Pedersoli in seinen Reihen, der aber nur in den Staffeln und bei einem Wasserballspiel zum Einsatz kam.

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Gefragter Mann: Bud Spencer wird 1975 in einem Schwimmstadion in München von jungen Fans umlagert.

1994 und 2009 war Carlo Pedersoli vielumjubelter Ehrengast bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom. Philatelistisch spielte er dort leider noch keine Rolle!

Jetzt aber gehören die aktuellen Bud Spencer Briefmarken, die nach seinem Tod herausgegeben worden sind sowie seine leistungssportliche Geschichte wohl in jede Schwimm-Motiv-Sammlung eines Sportphilatelisten.

(Autor: KJA)

Briefmarken-Sammler fördern seit 50 Jahren deutschen Nachwuchs-und Spitzensport

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe feiert am 26.Mai 2017 ihr fünfzigjähriges Bestehen. In dieser Zeit sind dem deutschen Sport aus den Erlösen der Sportbriefmarken über 130 Millionen Euro an Fördermitteln zugeflossen. Maßgeblichen Anteil an diesem großen Erfolg haben neben der Post auch die Millionen von Briefmarkensammlern, die damit fast ein Drittel des gesamten Sporthilfe-Budgets erbracht haben.

In den zurückliegenden 50 Jahren wurden bis auf die Jahre 1973, 1974, 1975 und 1977, in denen es keine Marken „Für den Sport“ mit entsprechendem Zuschlag gab, insgesamt 156 Briefmarken sowie fünf Blockausgaben an die Postschalter gebracht. Zirka 40 Sportarten vom Alpinen Ski-Lauf bis zum Volleyball wurden mit entsprechenden Motiven bedacht. Darüber hinaus gab es Markenmotive mit Sportstätten, Sportpersönlichkeiten sowie sportlichen Symbolen und Gegenständen.

34 Grafikerinnen und Grafiker waren in den fünf Jahrzehnten an der Gestaltung der Briefmarken beteiligt. Für die Jubiläumsausgabe zeichnete in diesem Jahr erstmals Grafik-Designer Professor Wilfried Korfmacher (im Foto links) aus Meerbusch verantwortlich. Mit ihm hat Klaus-Jürgen Alde gesprochen.S1180083

Zunächst herzlichen Glückwunsch zum Siegerentwurf für die diesjährige Sonderpostwertzeichen-Serie „Für den Sport“ anlässlich 50 Jahre Stiftung Deutsche Sporthilfe. Was bedeutet dieser Erfolg für Sie?

Wenn ich sagen würde, ich fühle mich wie ein Weltmeister oder Olympiasieger, dann wäre das vermessen. Der Wettbewerb war ja allenfalls eine „Deutsche Meisterschaft“. Wir begreifen unsere Disziplinen Gestaltung, Design und Grafik auch als Sport. Wir waren eingeladen worden, um im ehrenwerten Kreis von Kollegen uns zu bewähren. Und am Ende hat die Jury uns ausgewählt. So fühle ich mich heute tatsächlich wie ein Sportler. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass wir im Wettbewerb dieser berühmten Sonderpostwertzeichen-Serie gerade zum 50jährigen Bestehen der Sporthilfe siegreich waren.

Sie sprechen vom „Wir“. Wer gehört da noch dazu?

Auch wenn ich Professor für Design an der Hochschule in Düsseldorf bin, wurde ich zur Vorstellung der neuen Briefmarken „Für den Sport“ nicht professional sondern professionell nach Berlin eingeladen. Ich arbeite in der Agentur „Zeichenverkehr“ schon seit vielen Jahren im Team mit Daniel Stoffels zusammen. Die Briefmarken stehen ja unter dem Motto „Leistung – Fairplay – Miteinander“. Dieses Miteinander pflegen wir, das ist in unserer Branche so üblich. Wir sind nicht die Einzelkämpfer im stillen Kämmerlein sondern wir arbeiten mit den unterschiedlichsten Spezialisten zusammen. In diesem Fall haben wir es im Endeffekt zu Zweit gemacht.

Wie groß war der „Lernprozess“ bei der Gestaltung der diesjährigen Sportbriefmarken?

Das nachzuvollziehen ist nicht ganz einfach. Ich könnte Ihnen viele Entwürfe zeigen, die wir nach Erhalt der Briefing-Unterlagen gemacht haben. Die Aufgabenstellung war sehr schwierig. Da galt es sichtbar zu machen, dass die Marken für den Sport in Deutschland und für das 50jährige Jubiläum der Sporthilfe sind. Dazu mussten die Werte der Marken gut erkennbar sein. Die Marken sollten sehr prägnant die Begriffe „Leistung-Fairplay-Miteinander“ zeigen. Und der Ausschreibungstext besagte, dass möglichst keine Bilder verwendet werden sollen.

Danach haben wir unterschiedlichste Entwürfe gemacht. Auch einen, der tatsächlich ohne fotografisches Bild auskam. Da haben wir aus den Worten mehr oder weniger abstrakte Illustrationen entwickelt. Da standen sich z.B. beim Begriff „Fairplay“ wie auf einem Basketballfeld die vier Buchstaben für „fair“ denen von „play“ gegenüber. Die Buchstaben des Begriffs „Leistung“ waren auf einer Laufbahn aneinandergereiht. Die 11 Buchstaben von „Miteinander“ zierten eine Fußballmannschaft auf dem Spielfeld. Das war zwar alles sehr gut gelungen, wir waren aber dennoch nicht zufrieden, weil die Marken im Endeffekt nicht so eine emotionale Kraft hatten – nicht den „Geschmack“ einer Goldmedaille. Gerade zum Sporthilfe-Jubiläum sollten die Marken so etwas wie den Abglanz einer Goldmedaille haben. Wir haben also weiter experimentiert. Gold als Sonderfarbe verwendet und am Ende diese drei nun vorliegenden Briefmarken kreiert, die uns ebenfalls am besten überzeugt hatten.

Wann ist mit der nächsten sportlichen „Korfmacher-Briefmarke“ zu rechnen?

Ich habe gerade die Abzüge für unseren Siegerentwurf zum Tag der Briefmarke 2017 erhalten. Dieser hat im weiteren Sinne durchaus auch etwas mit Sport zu tun.

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Auf dem Bild der 70+30 Cent Marke aus der Plusmarken-Serie zum Tag der Briefmarke haben wir einen Comic mit Fix und Foxi auf Skateboardern dargestellt. Die Briefmarke erscheint am 14.September.

 

Das komplette Interview mit Professor Korfmacher ist im neuen OSPC-Journal 01/2017 abgedruckt. Hier weitere Themen aus dem Heft:

Titelblatt für Webseite

Inhaltsverzeichnis Journal für Webseite

 

(Autor: KJA)

SPORTBRIEFMARKEN – die sportlich engagierte Welt der Philatelie


Sport- und Olympiamarken – eine faszinierende Welt.

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Sports and Olympic philately- a fascinating world.