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Die Schanze rauf statt runter – Kombinations-Weltmeister Johannes Rydzek läuft ins Guinness Buch der Rekorde

Der sechsfache Kombinations-Weltmeister Johannes Rydzek hat sich mit einer beeindruckenden Leistung im berühmten Guinness Buch der Rekorde verewigt. Der 25-jährige Allgäuer stellte am 22. September 2017 im steilsten 50-m-Sprint der Welt einen neuen Weltrekord auf.

Der 1,78 Meter große und nur 60 kg schwere Johannes Rydzek sprintete die berühmte Heini-Klopfer-Skiflugschanze im heimischen Oberstdorf hinauf. Bei einer durchgängigen Steigung von mindestens 37 Grad benötigte er dafür 27,69 Sekunden.

„Es war ein cooles Erlebnis. Es ist eine große Ehre für mich, jetzt einen Guinness-Weltrekord zu haben. Vor allem die letzten zehn Meter kurz vor dem Schanzenkopf waren unglaublich hart“, sagte Rydzek nach seinem Rekordlauf. Auch auf Facebook konnten seine Freunde diese Freude teilen.

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Für eine Aufnahme ins Guinness Buch für den schnellsten 50-m-Aufwärtslauf bei über 37 Grad Steigung war eine Zeit unter 35 Sekunden nötig. Die Schanze war extra präpariert worden und verfügte über eine Laufoberfläche sowie entsprechende Sicherheitsvorkehrungen.

Johannes Rydzek ist aber auch auf bestem Wege, deutscher Sportbriefmarken-Rekordhalter zu werden. Schon sechsmal wurde der Oberstdorfer von der Stiftung Deutsche Sporthilfe auf einer Briefmarke Individuell verewigt.

Bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2015 im schwedischen Falun gewann Rydzek im Wettbewerb von der Normalschanze seinen ersten Weltmeistertitel, als er sich nach Platz fünf beim Springen im 10-km-Lauf gegen den Italiener Pittin durchsetzte. Auch mit dem Team holte er zusammen mit Tino Edelmann, Eric Frenzel und Fabian Rießle den Titel – den ersten einer deutschen Mannschaft nach 28 Jahren.

Bei den Weltmeisterschaften 2017 im finnischen  Lahti gelang Rydzek ein historischer Vierfach-Triumph: Er siegte in beiden Einzelwettbewerben, zusammen mit Eric Frenzel, Fabian Rießle und Björn Kircheisen im Mannschaftswettbewerb und gemeinsam mit Eric Frenzel im Teamsprint. Auslöser für eine wahre „Flut“ an individuellen Briefmarken!

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Weitere Marken werden wohl noch hinzukommen. Nächstes Jahr sind die Olympischen Winterspiele und 2019 gibt es wieder Weltmeisterschaften. Mit Johannes Rydzek ist weiterhin zu rechnen!

(Autor: KJA)

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Zwischen Seoul 1988 und Pyeongchang 2018

 

so der Titel unseres OSPC- Treffs  mit Beiträgen von Volker Kluge, Klaus-Jürgen Alde und Thomas Lippert, der am Freitag, dem 1. September um 10:30 Uhr im Koreanischen Kulturzentrum am Leipziger Platz in Berlin stattfand.

 

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Das Kulturzentrum ist schon jetzt voll auf die Olympischen und Paralympischen Winterspiele von Pyeongchang 2018 eingestellt: Im Erdgeschoss werden die Besucher von den Maskottchen Soohorang und Bandabi begrüßt und über wesentliche Fakten zu den Winterspielen informiert.

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Für die angereisten Mitglieder des OSPC und interessierte Gäste gab es drei Referate mit sporthistorischem und aktuellem Korea-Bezug.

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Klaus-Jürgen Aldes Vortrag „Dank Olympia – Wie sich Südkorea zwischen 1985 und 1988 der Welt öffnete“ war ein auch weitgehend persönlicher Erlebnisbericht aus einer Zeit, als gerade zwei Olympia-Boykotte die olympische Bewegung erschüttert hatten und die Olympischen Spiele 1988 in einem Land staffinden sollten, zu dem der Ostblock keine Beziehungen hatte. Er war derjenige Sportreporter, der erstmals im DDR-Rundfunk live aus  Südkorea anlässlich der Judo-WM 1985 berichtete. Auch die DDR tat sich schwer, die Beziehungen zu normalisieren, was sich auch auf den Post-und Fernmeldeverkehr (nicht nur der Olympiaphilatelisten) auswirkte. Erst in jenem Jahr gab es den ersten offiziellen Brief-und Kartenaustausch zwischen beiden Ländern.

Volker Kluge referierte über ein besonderes Kapitel der koreanischen Sportgeschichte: Unter dem Namen  Kitei Son steht der koreanische Marathonläufer als Mitglied der japanischen Olympiamannschaft in den Siegerlisten von Berlin 1936, eine Tatsache, die im Korea nach dem II. Weltkrieg natürlich auf wenig Gegenliebe stieß.

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Der Wanderpreis für den Marathonsieger von 1936, ein antiker korinthischer Helm als  Stiftung aus Griechenland, spielte in dieser Geschichte dann auch noch eine besondere Rolle, wie Volker Kluge ausführlich darlegte.

Abschließend folgte ein Ausblick auf die kommenden Winterspiele im Februar 2018 durch Thomas Lippert. In seinem sportlich-philatelistischen Reisebericht gab er einen aktuellen Einblick über den Stand der Vorbereitungen in den Olympiastädten Pyeongchang und Gangneung und die Philatelie der Winterspiele 2018.

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Auch fehlte nicht ein Blick auf die koreanische Nationalsportart Taekwondo und den eSport, der auch in Korea zunehmend populärer wird. Eindrücke aus dem gepflegten  Olympiapark von 1988 in Seoul rundeten den Vortrag ab.

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Eine besondere Attraktion für die Besucher des Kulturzentrums: Ein Fotoapparat vor einer Pyeongchang-2018-Schautafel. Ein gelungener Schnappschuss auch für die drei Referenten des „koreanischen OSPC-Tages“ in Berlin.

 

(Autoren: TL und KJA)

 

„Auf Koreanisch“ – OSPC-Treff im September

Nach dem Besuch der Regattastrecke in Brandenburg im Juni steht den Mitgliedern des OSPC Berlin und allen dazu wie immer sehr  herzlich eingeladenen Gästen ein weiterer Höhepunkt bevor. Wir treffen uns am Freitag, den 1.September 2017 um  10.30 Uhr im Koreanischen Kulturzentrum in Berlin. 

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Unter dem Motto „Zwischen Seoul 1988 und PyeongChang 2018 – sportliche und philatelistische Einblicke“  wird es drei Kurzvorträge zu folgenden Themen geben:

1. Dank Olympia – Wie sich Südkorea zwischen 1985 und 88 der Welt öffnete (Klaus-Jürgen Alde)
2. Vom traurigen Marathon-Olympiasieger 1936 zum fröhlichen Fackelläufer 1988 – das bewegende Leben des Koreaners Sohn Kee Chung (Volker Kluge)
3. Vorfreude auf PyeongChang – sommerliche Eindrücke auf die Winterspiele 2018 (Thomas Lippert)

Das Koranische Kulturzentrum befindet sich in 10117 Berlin, Leipziger Platz 1 (linke Seite in Richtung Potsdamer Platz) und ist sehr gut mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln (S-Bahn, U-Bahn, Bus) bis zu den Stationen  Potsdamer Platz bzw. Leipziger Platz zu erreichen.

Wie viele Olympiasieger hat Luxemburg?

 

Eigentlich eine etwas abwegige Frage, der ich auch nur nachgegangen bin, weil ich diese Sportbriefmarke nebst Ersttagsstempel entdeckt habe:

Unknown 2Die luxemburgische Post erinnert in diesem Jahr damit in dreifacher Hinsicht an Joseph Barthel. Vor 65 Jahren, am 26. Juli 1952 war er in Helsinki Olympiasieger über 1500 Meter geworden.  Am 24. April hätte er seinen 90. Geburtstag gefeiert. Und am 7. Juli jährte sich sein Todestag  zum 25 Mal.

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„Josy“ Barthel war nicht nur Leichtathlet und Olympiasieger, sondern auch ein beliebter Landes-Politiker. Sein phänomenaler Endspurt im 1.500 m-Lauf bei den 15. Olympischen Spielen 1952 in Helsinki, mit dem er das Finale als krasser Außenseiter gewinnen konnte, ist bis heute ein besonderer Moment für die Luxemburger Sportwelt. Er siegte in 3:45,2 Minuten vor dem US-Amerikaner Bob McMillen und dem Deutschen Werner Lueg. Die Siegerzeit bedeutete damals Olympischen Rekord.

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Dieses Foto zeigt die drei Medaillengewinner bei der Siegerehrung. OSPC-Mitglied Dr.Christian Kunz erstand diese Rarität mit deutschsprachigem Autographen 2013 auf einem Göteborger Flohmarkt. „Josy“ Barthel muss diesen Gruß an einen „liebenswürdigen Finnen“ noch während der Olympischen Spiele in Helsinki geschrieben haben.

Helsinki waren für  Joseph Barthel bereits seine zweiten Olympischen Spiele. Vier Jahre zuvor in London war er Neunter über die 1500 Meter geworden. Während seiner damaligen Studienzeit bescheinigten ihm französische Trainer, dass er kein Talent hätte. OSPC-Mitglied und Olympia-Experte Volker Kluge, der Barthel Anfang der neunziger Jahre noch vor seinem Tod persönlich in Luxemburg kennenlernen durfte, schreibt in seinem Buch „Olympische Sommerspiele – Die Chronik II“, dass der Luxemburger in jenen Jahren, … „dass, was ihm von Natur aus fehlte, mit Fleiß und Akribie wettzumachen versuchte. Er kontrollierte seinen Biorhythmus, gab sich täglich zwei Noten, eine subjektive und eine objektive. 1951 bei den Studentenspielen in Luxemburg lernte er den deutschen Trainer Woldemar Gerschler kennen, der den im Krieg gefallenen Weltrekordläufer Rudolf Harbig betreut hatte. Es begann mit Briefen, dann akzeptierte der eigenwillige Athlet den Deutschen als seinen Trainer. Nach seinem überraschenden Olympiasieg studierte Barthel an der Havard-Universität in Cambridge und wurde 1954 US-Hallenmeister über die Meile. Bei seinen dritten Olympischen Spielen 1956 in Melbourne schied er aber schon im Vorlauf aus und beendete danach seine Karriere…“.

Joseph Barthel, der zwischen 1946 und 1956 11 Mal in Folge Luxemburgischer Meister über 1500 Meter geworden war, ist seinen Landsleuten aber nicht nur als erfolgreicher Sportler in Erinnerung geblieben. Unknown1962 wurde er Präsident des Luxemburgischen Leichtathletikverbandes und von 1973 bis 1977 war er darüber hinaus auch Präsident des Luxemburgischen Olympischen Komitees. Zudem war er Mitglied der Landesregierung: Von 1977 bis 1979 Minister für Verkehr, Energie, Tourismus und Umwelt sowie von 1979 bis 1984 Minister für Umwelt, Verkehr, Energie, Informatik und Kommunikation. Ihm zu Ehren wurde das nationale Stadion in Luxemburg, Heimstadion der Fußball-Nationalmannschaft, in  „Josy-Barthel-Stadion“ umbenannt.

Diese sechs Luxemburger Briefmarken erschienen anlässlich der Olympischen Spiele 1952 in Helsinki. Es handelte sich damals um die ersten Marken mit Sportmotiven, die von der Post Luxemburgs verkauft wurden.

Neben Joseph Barthel gibt es noch einen zweiten Luxemburger, der eine olympische Goldmedaille gewonnen hat. Seine Geschichte ist aber nach wie vor umstritten.

Michel Théato, 1900 in Paris Olympiasieger im Marathon, tauchte lange Zeit in den Ergebnislisten als Franzose auf. Erst Ende des 20. Jahrhunderts fand man heraus, dass er eigentlich aus Luxemburg stammte. Offiziell wird sein Sieg aber noch immer im französischen Medaillenspiegel geführt, obwohl die Luxemburger immer wieder fordern, dass sein Erfolg dem luxemburgischen Medaillenspiegel zugerechnet werden muss.

Luxemburgische Sportler nehmen bereits seit 1900 an den Olympischen Spielen teil. Dabei konnten vier Sportler fünf olympische Medaillen erringen (zweimal Gold, dreimal Silber). Neben Théato, den ich jetzt mal als Luxemburger zähle, und Barthel, holten Gewichtheber Joseph Alzin 1920 in Antwerpen Silber im Schwergewicht und der Ski Alpine Marc Girardelli zweimal Silber 1992 in Albertville im Riesenslalom und im Super G.

Neben den olympischen Sportwettbewerben gab es bis 1948 die Olympischen Kunstwettbewerbe, bei denen zwei luxemburgische Künstler drei Medaillen gewinnen konnten (zweimal Gold, einmal Silber). Die Medaillen der Kunstwettbewerbe werden traditionell aber weder in den Medaillenspiegeln der jeweiligen Spiele noch in den nationalen Medaillenspiegeln aufgeführt.

 

(Autor: KJA)

 

Sportliches im Zeichen des kanadischen „Maple Leaf“

Das Ahornblatt ist das Wahrzeichen Kanadas. Schließlich ist der Zucker-Ahorn einer der am weitesten verbreiteten Bäume des Landes. 131 Jahre hat es aber gedauert, ehe das „Maple Leaf“ zum nationalen Symbol erklärt wurde. Denn erst seit dem 15. Februar 1965 ziert das Blatt die neue Nationalflagge Kanadas.

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Das Rot des Blattes soll dabei an die Farben des Herbstes erinnern. Jetzt gibt es zum 150jährigen Jubiläum des Landes auch Briefmarken in Form eines Ahornblattes. 1867 war die Kanadische Konföderation von drei ehemals britischen Kolonien gegründet worden.

Der Kleinbogen und die zehn Marken, die die kanadische Post am 1.Juni 2017 heraus gegeben hatte, erinnern an „Momente aus den letzten 50 Jahren, die uns als Kanadier definieren“, wie es im Begleittext heißt. Dass sich unter diesen Momenten auch vier sportliche Motive befinden, macht das Ganze  für uns Sportphilatelisten interessant.

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So wird beispielweise an den „Marathon der Hoffnung“ und damit an das Schicksal des Leichtathleten Terry Fox erinnert.

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Die Marke zeigt Fox bei seinem Lauf im „Hoffnungs-T-Shirt“.

Aufgrund seiner zahlreichen sportlichen Aktivitäten und den damit verbundenen regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen diagnostizierte man bei ihm im Alter von 18 Jahren  Knochenkrebs. 1977 wurde sein rechtes Bein 15 Zentimeter über dem Knie amputiert. Ab dieser Zeit lief er mit einer Oberschenkelprothese. 

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Das Leiden anderer Krebspatienten, denen Terry Fox im Krankenhaus begegnet war, darunter viele Kinder, brachte ihn auf die Idee, durch Kanada zu laufen, um Geld für die Krebsforschung zu sammeln. Sein Ziel war es dabei, täglich 42 km, die Strecke eines Marathons, zu bewältigen. Diesen Lauf nannte er Marathon of Hope (Marathon der Hoffnung). terry_fox_15

Nach 18 Monaten und über 5000 zur Vorbereitung gelaufenen Kilometern begann Terry Fox seinen Lauf am 12. April 1980 in St´Johns in Neufundland. Obwohl sein Marathon der Hoffnung zu Beginn nur geringe Beachtung fand und damit auch die gesammelten Beträge recht gering waren, gewann sein Engagement bald größere Aufmerksamkeit in den Medien und die Spenden stiegen.

Am 1. September 1980, nach 143 Tagen und 5373 gelaufenen Kilometern, waren seine Lungen so stark vom Krebs befallen, dass er gezwungen war, seinen Lauf vorzeitig zu beenden. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt nahe Thunder Bay in Ontario. Am 28. Juni 1981 starb Terry Fox im Alter von 22 Jahren an seiner Krankheit.

Fox ist für die Kanadier ein National-Held. Das bezeugen die vielen Auszeichnungen, die er noch im letzten Lebensjahr und postum nach seinem Tod erhalten hat. In den Rocky Mountains wurde ein Berg nach ihm benannt. In vielen Städten gibt es Denkmäler von ihm. Auf dem Bild links ist die Terry-Fox-Statue gegenüber dem Parliament Hill in Ottawa zu sehen.

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Ein Eisbrecher und ein Highway sowie Schulen tragen ebenfalls seinen Namen. 2005 zierte sein Konterfei die kanadische 1-Dollar-Münze.

Aber auch die kanadische Post würdigte den leider so früh verstorbenen kanadischen Leichtathleten. Am 13.4.1982 brachte sie diese Sondermarke heraus und brach damit erstmals die hausinterne Tradition, keine Gedenkmarken vor dem 10.Todestag des Geehrten zu verausgaben.

 

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Eine weitere Briefmarke ehrte Fox am 17.1.2000. Diese Sondermarke war Teil der „Millennium Collection“, einer Sammlung von einflussreichen und herausragenden Kanadiern. Auf dem Kleinbogen ist Fox auf der Marke unten links abgebildet.

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Sein Engagement für die Krebsforschung genießt auch heute noch große Aufmerksamkeit. In vielen Ländern der Welt werden jährlich Terry-Fox-Läufe veranstaltet. Weit über 700 Millionen Dollar hat die Terry-Fox-Foundation damit bisher für die Krebsforschung sammeln können!

Was wäre Kanada ohne Eishockey

 Eishockey ist wohl eines der beliebtesten Sportmotive der kanadischen Post. Ich habe bei stampworld.com 114 Ausgaben zwischen 1956 und 2017 gefunden. Die aktuellste stammt von der Ausgabe zum 150jährigen Nationaljubiläum und zeigt die Summit Series 1972. Hinter diesem Begriff verbarg sich der erste Wettbewerb zwischen professionellen sowjetischen und kanadischen Eishockey-Spielern, nachdem sich Kanada im Streit mit dem Weltverband IIHF aus allen internationalen Wettbewerben zurückgezogen hatte. Die Serie ging über acht Spiele, vier davon in Kanada (Montreal, Toronto, Winnipeg und Vancouver) sowie vier in der Sowjetunion, die alle in Moskau ausgetragen wurden.

 

Vor dem achten Spiel hatten beide Teams drei Siege, drei Niederlagen und ein Unentschieden. Jedoch hatte die Sowjetunion ein Tor mehr erzielt, so dass Kanada siegen musste. Am 28. September 1972 war es dann soweit. Nach dem ersten Drittel stand es 2:2, doch nach dem zweiten Drittel führte die Sowjetunion mit 5:3. Phil Esposito und Yvan Cournoyer  gelang im dritten Drittel der Anschluss- bzw. Ausgleichstreffer. 34 Sekunden vor Ende der Partie, erzielte Paul Henderson  den Siegtreffer für Kanada. Damit hatte Kanada in der Endabrechnung die Summit Series 1972 knapp für sich entschieden.

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Die Briefmarke zeigt den jubelnden Torschützen Paul Henderson.

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Dieses gerahmte Siegerbild zeigt die kanadische Mannschaft. Darunter die Autogramme der 36 Spieler des Teams Canada sowie zusätzlich die Unterschriften des Summit-Veranstalters, des Trainers und des damaligen kanadischen Premierministers Pierre Trudeau, des Vaters des heutigen Premiers Justin Trudeau. Bei ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Montreal wurde das siegreiche Team Canada am 1.10.1972 schon von 10-tausend Fans begeistert empfangen. Danach ging es weiter nach Toronto, wo eine Menge von 80-tausend Menschen ihre Eishockey-Helden begrüßte.

Olympisches Kanada

 Zu den unvergessenen Momenten nicht nur für die Kanadier zählen die drei Olympischen Spiele, die bislang in diesem Land ausgetragen wurden. Über das Philatelistische haben auch OSPC- und IMOS-Mitglieder in den vergangenen Jahren ausführlich berichtet. 1976 war Montreal Gastgeber für die Sommerspiele. Die Olympischen Winterspiele wurden 1988 in Calgary und 2010 in Vancouver veranstaltet.

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Diese Briefmarke zu den olympischen Momenten zeigt den triumphierenden Freestyle-Skifahrer Alexandre Bilodeau bei seinem Olympiasieg 2010 in Vancouver. Der damals 23jährige sorgte damit für die allererste kanadische Goldmedaille bei Olympischen Spielen im eigenen Land. Der mehrfache Buckelpisten-Weltmeister konnte 2014 in Sotschi seinen olympischen Erfolg wiederholen.

Aber auch die Paralympics, die zweimal 1976 und 2010 im Winter in Kanada stattfanden, wurden von der Post jetzt gewürdigt.

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Diese Ahorn-Briefmarke zeigt Skifahrerin Lauren Woolstencroft, die 2002 für die erste kanadische Goldmedaille bei Paralympics sorgte. Mittlerweile hat die 1981 in Calgary geborene Athletin acht paralympische Goldmedaillen geholt, fünf davon 2010 bei den Spielen in Vancouver. Woolstencroft, der seit ihrer Geburt die Extremitäten unterhalb der Knie fehlen, gehört damit zu den weltweit erfolgreichsten paralympischen Sportlern.

50 Jahre Formel-1 in Kanada

Bereits am 16.Mai 2017 hatte die kanadische Post die Sportphilatelisten mit einer anderen interessanten Gedenkausgabe zum 50. Jahrestag der Formel 1 in Kanada überrascht. Seit 1967 wird, mit Ausnahme in den Jahren 1975, 1987 und 2009, der Große Preis von Kanada als Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft ausgetragen.

Um dieses Jubiläum würdig zu feiern, veröffentlichte die kanadische Post das volle Programm mit FDC´s, Sondermarken und einem Kleinbogen mit Marken von fünf berühmten Fahrern aus verschiedenen Formel-1-Epochen.

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Die fünf Briefmarken zeigen Sir Jackie Stewart, Gilles Villeneuve, Ayrton Senna, Michael Schumacher und Lewis Hamilton. Die Risiken des Rennsports werden bei dieser Auswahl wieder einmal deutlich vor Augen geführt. Zwei der Fahrer – Villeneuve und Senna – sind bei Rennen tödlich verunglückt.

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Michael Schumacher, der vor kurzem in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen wurde, ist nach seinem schweren Ski-Unfall am 29.12.2013 bisher nicht wieder in ein normales öffentliches Leben zurückgekehrt. Er befindet sich immer noch in der medizinischen Rehabilitation. Die aktuelle kanadische Marke und der Ersttagsbrief mit Stempel, sozusagen ein philatelistisches Lebenszeichen, dürften nicht nur seine Fans begeistern.414046131Michael Schumacher startete von 1991 bis 2006 sowie von 2010 bis 2012 bei insgesamt 307 Großen Preisen der Formel-1-Weltmeisterschaft. Mit sieben Weltmeistertiteln, 91 Siegen, 68 Pole Positions  und 77 schnellsten Rennrunden  ist er der erfolgreichste Pilot der Formel-1-Geschichte. Darüber hinaus stand er mit 155 Platzierungen unter den Top Drei am häufigsten auf dem Siegerpodest. Das FDC zeigt ihn nach einem seiner vielen Siege.

Von den fünf Rennfahrern auf den Marken ist nur noch Lewis Hamilton aktiv.414047131Der 32jährige Brite, der seit 2013 für den Mercedes-Rennstall fährt, ist dreifacher Weltmeister. Am 11.Juni 2017 feierte er zum 50jährigen Jubiläum des Großen Preises von Kanada in Montreal seinen 56. Sieg. Es war sein sechster Erfolg auf dem Circuit Gilles Villeneuve. Da er zudem die Pole Position erzielte, jede Runde geführt und die insgesamt schnellste Rennrunde zurückgelegt hatte, gelang ihm dieses Mal sogar ein „Grand Slam“!

Die Rennstrecke in Montreal ist seit dem 12.6.1982 nach dem Kanadier Gilles Villeneuve benannt, der fünf Wochen vorher beim Großen Preis von Belgien in Spa tödlich verunglückt war.  3956_Pane_x5_WT_02

 

 

 

 

(Autor: KJA)

 

 

 

 

Vom Schwimmer zum Kino-Helden – Philatelistische Ehrung für Bud Spencer

Haudrauf-Filme haben ihn weltberühmt gemacht. Vor genau einem Jahr, am 27. Juni 2016 war Carlo Pedersoli alias Bud Spencer im Alter von 86 Jahren gestorben. Für viele war der italienische Schauspieler ein Held ihrer Kindheit. Streifen wie „Sie nannten ihn Plattfuß“ oder „Vier Fäuste gegen Rio“ mit seinem langjährigen Film-Partner Terence Hill werden noch immer weltweit von vielen Menschen gern gesehen. Zu Ehren von Bud Spencer hat die BILD in Kooperation mit Post Individuell und der Familie Pedersoli am ersten Todestag des Kino-Helden die ersten Bud Spencer Briefmarken in Deutschland herausgegeben. Streng limitiert, auf 10 000 Bögen mit zehn verschiedenen Motiven – von Kultfotos bis zu unveröffentlichten Bildern.

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Leider ist diese Aktion von BILD nicht so uneigennützig, wie sie auf dem ersten Blick erscheint. Nur wer Bild plus abonniert hat, kann einen Bogen online kaufen. Mit „Spe..ncer“ fängt man Mäuse! Wer bei dieser Abonnenten-Aktion nicht mitmachen will, kann sich ja mit anderen Bud-Spencer-Briefmarken trösten.$_57Denn im Gegensatz zur vollmundigen BILD-Ankündigung , es sei die erste und stärkste Spencer- Briefmarke der Welt, hat es im vorigen Jahr aus Anlass seines Todes schon einige Ausgaben gegeben.

Am 7.12.2016 erschien in Österreich diese personalisierte Trauermarke.

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Die Postverwaltungen von Mocambique und den Solomon Inseln würdigten den Schauspieler ebenfalls schon 2016 mit offiziellen Ausgaben.

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Bemerkenswert für uns Sportphilatelisten ist in diesem Zusammenhang die linke obere Marke des Vierer-Blocks.  $_12 2 Sie zeigt den Schwimmer Carlo Pedersoli und späteren Schauspieler Bud Spencer auf einem Markenbild und wird mit ihrer Inschrift auch zu einer Sportbriefmarke.

Und damit beginnt hier die Geschichte für uns eigentlich erst so richtig interessant zu werden. Wer kennt schon den bewundernswerten sportlichen Lebenslauf des italienischen Tausendsassas.

„Ich bin immer meinen eigenen Weg gegangen“. So beschreibt Carlo Pedersoli auf seiner offiziellen Webseite seine schwimmerische Laufbahn. „Ich bin am 31. Oktober 1929 in Neapel geboren. Nur ein Jahr nach meiner Einschulung 1936 mache ich meine ersten Schwimmversuche und trete einem Schwimmverein bei. Im Jahr 1940 zieht meine Familie, zu der seit 1934 auch meine Schwester Vera gehört, nach Rom, da die von meinem Großvater im 19. Jahrhundert gegründete Fabrik bei einem Bombenangriff zerstört wird.

Ich besuche dort die Schule und beende diese 1946 mit einem überdurchschnittlichen Abschluss. Mit der Rugby-Mannschaft meiner Schule werde ich nationaler Meister und im Schwimmen bin ich zu dieser Zeit schon ein Champion, da ich im Alter von 15 Jahren schon schneller bin als meine älteren Konkurrenten. 1946 bestehe ich die Aufnahmeprüfung an der Universität von Rom und beginne als einer der jüngsten Studenten Italiens Chemie zu studieren. Die Nachkriegszeit ist eine harte Zeit und daher zieht meine Familie erneut um, dieses Mal nach Brasilien. Ich lerne Portugiesisch und arbeite unter anderem als Fließbandarbeiter in Rio de Janeiro. 1948 kehre ich nach Italien zurück. Ich breche mein Chemiestudium ab und studiere stattdessen nun Jura. Dies soll mir mehr Zeit für das Training und das Schwimmen ermöglichen. Neben dem Schwimmen boxe ich in dieser Zeit auch ein wenig im Schwergewicht und gewinne dabei alle meine Kämpfe. Im Schwimmen stelle ich schnell ein paar wichtige Rekorde auf. 1949 werde ich Italienischer Meister im Freistil und ein Jahr später bin ich der erste Italiener, der die 100 Meter Freistil unter einer Minute bewältigt (59,50 Sekunden am 19. September 1950)“ , so Carlo Pedersoli alias Bud Spencer.

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Als erster Schwimmer der Welt hatte übrigens der spätere Tarzan-Darsteller Johnny Weissmüller aus den USA Johnny-Weissmueller-Briefmarke-300x231  (im Bild auf der Briefmarke der Isle of Man 2004) im Sommer 1922 in 58,6 Sekunden die Minutengrenze über 100 Meter Freistil geknackt.

 

 

 

1951 nahm Carlo Pedersoli an den Mittelmeerspielen  teil und gewann die Silbermedaille über 100 m Freistil. 1952 startete er bei den Olympischen Spielen in Helsinki.  Über 100 m Freistil wurde er in seinem Vorlauf Fünfter. Vier Jahre später nahm er an den Olympischen Spielen in Melbourne teil und erreichte über 100 Meter Freistil den 11. Platz. Zwischen 1947 und 1957 gewann er zehn italienische Meistertitel in Folge: dreimal im Brustschwimmen und siebenmal über 100 m Freistil. In dieser Zeit spielte er auch in der italienischen Wasserball-Nationalmannschaft.

1957 beendete er mit 27 Jahren seine Schwimmkarriere und kehrte nach Südamerika zurück. Er sagte damals selbst: „Denn kommt der Ruhm zu schnell, steigt er einem leicht zu Kopf. Bei mir war es kurz davor.“

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Dieses Unikat dürfte den Neid der Autogrammsammler wecken: Bud Spencer signierte eine Collage, die ihn als Profischwimmer in den 50er-Jahren zeigt und die auch sein original Panini-Sammelbild aus dieser Zeit enthält, mit seinem bürgerlichen Namen: Carlo Pedersoli.

„Das machte er nur ganz selten“, freute sich Werbegrafiker Lars Giesen aus Bislich 2015 in Berlin, als er an der Vorstellung der Bud Spencer Biografie des Verlages Schwarzkopf und Schwarzkopf neben seinem Idol teilnehmen durfte. „Offenbar hat ihn die Mühe, die ich mir gemacht habe, ein klein bisschen beeindruckt“, verriet Lars Giesen, der für das Buch viele Fotos aus seiner Filmsammlung zur Verfügung gestellt hatte

Aber auch in Deutschland hat der Schwimmer Carlo Pedersoli seine Spuren hinterlassen. In Schwäbisch Gmünd wurde 2011 sogar das Freibad „Schießtalsee“ in „Bud-Spencer-Bad“ umbenannt. Schließlich hatte er dort am 7./8. Juli 1951 seinen großen Auftritt. Nachzulesen in der Gmünder Tagespost vom 30.11.2011:  „Das neue Freibad „Schießtalsee“ war proppenvoll an diesem heißen Sommertag, als es mit einem Länderkampf Deutschland gegen Italien offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. 5 000 Zuschauer sorgten für ein damals noch völlig unbekanntes Verkehrschaos auf den Straßen rund um das Bad. Selbst in den Bäumen saßen Fans, die einen Blick auf das deutsche Team mit Herbert Klein aus München erhaschen wollten, der vier Wochen zuvor in 2:27,3 Minuten einen Weltrekord über 200m Brust aufgestellt hatte. Allerdings nicht im heute üblichen Schwimmstil, sondern mit Schmetterlingsarmzügen. Zu den Stars der „Squadra Azzuri“ gehörte ein Mann Namens Carlo Pedersoli.

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 Der drahtige Jüngling, der mit 59,8 Sekunden als einziger Starter über die 100m Freistil die damals noch viel mehr begehrte Minutengrenze knackte, eroberte sich schnell die Herzen der vor allem weiblichen Zuschauer, die dem Charme des „Stiers von Rom“ erlagen.

Für eine junge Gmünder Bäckerstochter soll es tatsächlich ein Techtelmechtel mit dem späteren Olympiateilnehmer aus Italien gegeben haben…“ Den Länderkampf gewann übrigens das deutsche Team mit 88 zu 59 Punkten!

Noch einmal kehrte Pedersoli nach Gmünd zurück. Drei Jahre nach dem Länderkampf im Freibad „Schießtalsee“ gab es im alten Hallenbad einen Klubkampf zwischen dem SVG und Lazio Rom. Der Renommierklub aus der italienischen Hauptstadt hatte keinen Geringeren als Carlo Pedersoli in seinen Reihen, der aber nur in den Staffeln und bei einem Wasserballspiel zum Einsatz kam.

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Gefragter Mann: Bud Spencer wird 1975 in einem Schwimmstadion in München von jungen Fans umlagert.

1994 und 2009 war Carlo Pedersoli vielumjubelter Ehrengast bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom. Philatelistisch spielte er dort leider noch keine Rolle!

Jetzt aber gehören die aktuellen Bud Spencer Briefmarken, die nach seinem Tod herausgegeben worden sind sowie seine leistungssportliche Geschichte wohl in jede Schwimm-Motiv-Sammlung eines Sportphilatelisten.

(Autor: KJA)

„Riemen- und Dollenbruch“ am Brandenburger Beetzsee – OSPC-und IMOS Mitglieder gemeinsam auf Exkursion

Was 2016 auf dem Regattagelände von Berlin-Grünau so erfolgreich begonnen hatte (s. OSPC-Newsletter 03/2016), wurde nun fast genau ein Jahr später an der Regattastrecke in Brandenburg fortgesetzt.

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OSPC-und IMOS-Mitglieder sowie ihre Gäste auf der Regattatribüne und vor dem modernen Zielrichter-Turm in Brandenburg/Havel.

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Blick auf die Regattastrecke, die mit ihren 2000 Metern von den Zuschauern auf den Tribünen am Ziel sehr gut einzusehen ist.

Werner Sidow hatte erneut eingeladen, um Teil Zwei seines sportphilatelistischen und -historischen Vortrags über den Rudersport an authentischer Stelle zu halten.

Dazu hatte er sich auch diesmal einen sachkundigen Experten mit ins Boot geholt. Hartmut Duif, Ehrenpräsident des Landesruderverbandes Brandenburg, kennt die Anlage am Beetzsee seit Jahrzehnten wie seine Westentasche. Als Cheforganisator vieler nationaler und internationaler Ruderereignisse konnte er viele interessante Fakten und Geschichten erzählen.

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Hartmut Duif (links im Bild) und OSPC-Mitglied Werner Sidow schwelgen in Ruder-Erinnerungen.

Zu unseren Gästen zählten diesmal auch Mitglieder des Briefmarken-Sammler-Vereins Brandenburgia e.V., die für diese Zusammenkunft extra ein Sonder-Ganzstück mit Tagesstempel vorbereitet hatten. Dafür den Freunden des BSV Brandeburgia um ihren Vorsitzenden Gerhard Naumann unseren herzlichsten Dank – Überraschung gelungen!

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Seit 1883 wird in Brandenburg an der Havel gerudert, einige Jahre später eroberten die Kanuten die Brandenburger Gewässer. In der Folgezeit entstanden in der Havelstadt zahlreiche Wassersportvereine, die die Grundlage für die Entwicklung eines Breiten-, Leistungs- und Wettkampfsports bildeten. Der internationale Aufschwung kam aber erst später.

1965 beschloss die DDR-Führung, auf dem Beetzsee eine neue Regattastrecke zu bauen. 1967 erfolgte der erste Spatenstich, bereits 20 Monate später zum V. Deutschen Turn-und Sportfest 1969 in Leipzig stand eine Wettkampfanlage zur Verfügung, die den modernsten Anforderungen der damaligen Zeit entsprach. 4000 Ruderinnen-und Ruderer waren in Sternfahrten zur Eröffnung auf den Beetzsee gekommen.

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Mit dem 1.Verbandstreffen vom 18.-20.07.1969 begann auch die Ausgabe philatelistischer Sportbelege. Hier mit Sonderstempel vom 16.7.69 mit Ruderbriefmarke von der Frauen-EM 1968 in Berlin-Grünau. Der Sonderstempel gehört zu den Raritäten, weil er kurz darauf korrigiert werden musste. Hier ist noch vom „1.Rudertreffen“ die Rede. Korrekt hieß es später „1.Ruderertreffen“. 1976 wurde die Brandenburger Regattastrecke als bislang einzige auf einer Briefmarke verewigt.

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Im Laufe der fast 50-jährigen Geschichte der Ruder-und Kanustrecke begannen viele spätere Olympia- und WM-Medaillengewinner in der Havelstadt ihre sportliche Laufbahn. Zu den bekanntesten Brandenburgern zählen die Landvoigt-Zwillinge, die zweimal Olympiasieger (1976 und 1980) und viermal Weltmeister in der Bootsklasse Zweier ohne Steuermann werden konnten.

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Die Ruder-Zwillinge Bernd und Jörg Landvoigt aus Brandenburg mit ihrem Trainer Johannes Wujanz. 

Während die einstige Olympia-Regattastrecke in Berlin-Grünau nach der Wende immer mehr verfiel, wurden in Brandenburg rund 17 Millionen Euro in den Erhalt und den Ausbau der Regattastrecke investiert. Ausgaben, die sich gelohnt haben. An 26 Wochenenden im Jahr ist die Regattastrecke mit Wettkämpfen ausgebucht – neben dem fast ganzjährigen täglichen Trainingsbetrieb der Ruderer und Kanuten.

Die Strecke auf dem Beetzsse, der übrigens der Stadt Brandenburg gehört, zählt für viele Ruder-Freunde neben dem Rotsee in Luzern und dem See im slowenischen Bled zu den schönsten Naturstrecken der Welt.

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Zu den sportlichen Ruder-Höhepunkten gehörten bislang die Europameisterschaften der Frauen 1972, die Junioren-Weltmeisterschaften 1985 und 2005 und die Europameisterschaften 2016.

 

 

Die absolute Krönung fehlt dem Beetzsee aber noch: eine „richtige“ Weltmeisterschaft.

Der Deutsche Ruderverband hatte sich mit der Regattastrecke zunächst um die Austragung der Weltmeisterschaften 2015 bemüht, zog seine Bewerbung jedoch im Mai 2011 wegen zu hoher finanzieller Risiken zurück.

„Die Forderungen waren utopisch“, so Landesverbands-Ehrenpräsident Hartmut Duif, dem wir an dieser Stelle noch einmal vielen Dank sagen für seine sachkundige Begleitung unseres Treffens am 17.Juni 2017 am Brandenburger Beetzsee.

Der Traum von einer Ruder-WM geht also weiter, auch für unser OSPC-Mitglied Werner Sidow, der mit seinem „Ruderlatein“ längst noch nicht am Ende zu sein scheint!

(Autor: KJA)