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Laufen für die Menschheit – wie ein „Zyprioter“ zum griechischen Nationalhelden wurde

Die Olympischen Sommerspiele in Tokio sind, wie bekannt, wegen der „Corona-Krise“ um ein Jahr auf 2021 verschoben worden. Das betrifft nun auch die weltweite Philatelie. Sonderbriefmarken mit olympischen Tokio-Motiven dürften zunächst erst einmal in den Schubladen der jeweiligen Postverwaltungen verschwinden, um dann zu gegebener Zeit auf den Markt zu kommen. Wie im richtigen Sport durchaus üblich, gab es aber auch wieder „Frühstarter“, die mit ihren Olympia-Marken noch kurz vor dem IOC-Verlegungstermin erschienen waren. Neben Gabun und Madagascar zählte in Europa Zypern dazu. Am 19. März erschienen in der griechischen Republik vier grafisch sehr ansprechend gestaltete Tokio-Marken.

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Aber nicht nur diese Olympia-Briefmarken erregten mein Interesse, sondern auch zwei weitere Marken, die am selben Tag erschienen waren und durchaus ebenfalls einen olympischen Bezug haben, wie ich nach eingehender Recherche feststellte. Und da bin ich schon wieder bei einer dieser sportphilatelistischen Geschichte, die es zu erzählen lohnt, gerade jetzt in der gegenwärtigen, durch die Corona-Pandemie so angespannten Weltlage.

Viele werden womöglich mit dem Namen Stylianos Kyriakides zunächst auch nicht viel anfangen können. Denn die „Laufwelt“ kennt ja eigentlich nur zwei Griechen: den Soldaten Pheidippides, dessen Legende den Ursprung des Marathons bildet. Und Spiridon Louis, den ersten Marathon-Olympiasieger der Neuzeit von 1896. Doch es gibt noch einen Dritten im Bunde, der unbedingt Erwähnung verdient: Stylianos Kyriakides. Stelios, wie er auch liebevoll von den Griechen und Zypriotern genannt wird, ist nicht nur der erfolgreichste griechische Langläufer aller Zeiten, sondern seine Landsleute verehren ihn vor allem für seinen unermüdlichen Patriotismus, der vielen Griechen das Leben rettete. Und so verwundert es kaum, dass ihm die Post der Republik Zypern am 19. März 2020 diese zwei Briefmarken widmete.

Der am 15. Januar 1910 in einem ärmlichen Bergdorf auf Zypern geborene Kyriakides, zog als junger Mann aufs griechische Festland, um Geld für seine Familie zu verdienen. Er landete als Hausjunge bei einem britischen Offizier, der den damals 22-Jährigen ermutigte, mit dem Lauftraining zu beginnen. Sein Arbeitgeber schenkte ihm seine erste Ausrüstung, gab ihm Trainingsempfehlungen und brachte ihm Englisch bei. Ein Unterfangen, das rasch Früchte trug.

Bei seinen ersten Pan-Zypriotischen Spielen 1932 gewann Stylianos die 1.500, 5.000, 10.000 und 20.000 Meter. Mit dieser Leistung manövrierte er sich direkt ins Nationalteam. Obwohl er der Jüngste in der olympischen Leichtathletik-Mannschaft für die Spiele 1936 in Berlin war, wählte man ihn zum Mannschaftskapitän. Er startete im Marathon und wurde Elfter. 1.13 Das war natürlich nicht der Triumph, den sich der mittlerweile 26-Jährige erhofft hatte. Doch schon bald wusste er den Wert dieser Olympiateilnahme hoch einzuschätzen.

Von seinem Freund , dem US-amerikanischen Marathonläufer Johnny Kelley  wurde er  eingeladen, 1938 am Boston-Marathon teilzunehmen. Am Tag des Marathons trug er neue Lauf-Schuhe, die leider seine Füße wund werden ließen und er das Rennen aufgeben musste. Per Taxi erreichte er die Ziellinie. Enttäuscht sagte Kyriakides einem Reporter der „The Boston Globe“: „Eines Tages werde ich zurückkommen und dieses Rennen gewinnen.“ Doch zunächst verhinderte der 2. Weltkrieg sein Vorhaben.

Während der Kriegsjahre nutzten dem Griechen seine sportlichen Erfolge, um unentdeckt im aktiven Widerstand gegen die deutschen Besatzungstruppen zu kämpfen. Dank seines Olympia-Status konnte er sich nicht nur selbst, sondern auch andere schützen. Zusammen mit seinem Sportfreund Grigoris Lambrakis gründete er die Partisanengruppe „Gemeinschaft der griechischen Athleten“. Der Sportler agierte als Nachrichtenübermittler und versteckte Piloten der Alliierten in seinem Keller.

Als nach dem Krieg 1945 Griechenland im Hunger-und Bürgerkriegschaos versank, holte Kyriakides wieder seine Laufschuhe hervor und begann zu trainieren. Denn er hatte einen Plan: Er wollte zum berühmten Boston Marathon, um für sein Land auch Geld und Nahrungsmittel zu sammeln. Stylianos verkaufte die eine Hälfte seines Hauses und bat seinen Arbeitgeber, die British Electricity Company, um Geld für eine Fahrkarte nach Amerika. Familie und Freunde erklärten ihn für verrückt. Nur sein langjähriger ungarischer Trainer, Otto Simitchek, glaubte an ihn. Als er vier Wochen vor dem Marathontermin in Boston ankam, war er ausgezehrt aber läuferisch fit. Trotzdem wäre einen Tag vor dem Wettkampf sein Vorhaben fast gescheitert. Der Rennarzt stufte ihn als zu dünn und zu schwach ein. Er sei nicht imstande, ins Ziel zu kommen, attestierte der Mediziner und verweigerte ihm die Startfreigabe. Sein amerikanischer Gastgeber sprang glücklicherweise ein, übernahm die volle Verantwortung für Kyriakides und sicherte so seine Teilnahme. Er glaubte an ihn, wusste genau, welche Intention den Griechen antrieb.

Als der Veranstalter Stylianos am 20. April 1946 die Startnummer eins überreichen wollte, verweigerte er. „Ich möchte die 77, sie bedeutet doppeltes Glück “, meinte der damals Mittdreißiger. Seine dann gezeigte Leistung dürfte jedoch weniger mit Glück als mit seinem harten Training zusammenhängen. Er lieferte sich ein spannendes Duell mit dem damals besten Läufer der Welt, seinem Freund Johnny Kelley.

Diese beiden Fotos von 1946 dienten als grafische Vorlage für die beiden Briefmarken von 2020.

Wie berichtet wurde, soll Stylianos Kyriakides durch den Ruf “Für Griechenland, für deine Kinder”, der von griechischstämmigen Zuschauern am Rande der Marathonstrecke kam, motiviert worden sein, noch einmal das Letzte aus sich herauszuholen. Kurz vor dem Ziel zog Kyriakides mit einem Sprint davon und gewann den 50. Boston-Marathon nach 2:29:27 Stunden. „Für Griechenland!“ – wie er beim Überqueren der Ziellinie gerufen haben soll.

Seine Geschichte zog damals die Medien in seinen Bann. Selbst Kelly vergaß seine Enttäuschung über die Niederlage und gratulierte seinem Kontrahenten herzlich: „Es ist großartig, dass Du gewonnen hast, es ist großartig für Dein Land.“ Eine Welle der Sympathie und Unterstützung brach über den griechischen Helden herein, der als erster Nichtamerikaner den Boston Marathon gewinnen konnte. Es folgte unter anderem eine Einladung des US-Präsidenten Truman ins Weiße Haus.

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Nach über zwei Monaten kehrte der Champion nach Hause zurück, wo über eine Million seiner Landsleute in der Hauptstadt Athen die Straßen säumten, um ihren Helden zu begrüßen und zu feiern. Im Gepäck hatte er das „Kyriakides-Paket“: 25.000 Tonnen an Hilfsgütern und Spendengelder in Höhe von 250.000 US-Dollar. Im Athener Zeustempel fand eine feierliche Zeremonie statt, bei der Kyriakides sagte: „Ich bin stolz, Grieche zu sein“, was die Menge bewegte. Zum ersten Mal wieder seit der Besetzung durch die Nazis wurde die Akropolis  zu seinen Ehren beleuchtet.

Ein Jahr später kam er erneut nach Boston, dieses Mal mit der Absicht, Beiträge für das griechische Leichtathletik- Team zu sammeln, um dessen Teilnahme an den Olympischen Spielen 1948 in London zu ermöglichen. Mit einem achten Rang und 50.000 US-Dollar in der Tasche reiste er von Boston heim und machte sich selbst seinen erneuten olympischen Traum wahr. Nach einem 18. Platz im Marathon erklärte der Grieche danach seinen Rücktritt, blieb der Leichtathletik als Lauf-Trainer und Funktionär aber weiter eng verbunden.

Sein Name ist im Laufsport aber auch eng mit einigen Pionierleistungen verbunden. Bereits 1934 verwendete er eine Handstoppuhr, er beschäftigte sich schon in den Dreißigerjahren mit speziellen Aufwärm- und Dehnübungen und achtete zudem auf eine leistungsfördernde gesunde Ernährung! Im Dezember 1987 starb Kyriakides in Athen. Er hinterließ Frau und zwei Kinder. Für die Griechen wird er immer in bester Erinnerung bleiben. Er ist einer ihrer großen Nationalhelden. Die aktuelle philatelistische Ehrung durch die Post Zyperns beweist es.697d563e79Stelios Kyriakides wurde weltweit für sein Engagemant ausgezeichnet und geehrt. Im Sportmuseum in Massachusetts gibt es eine Dauerausstellung mit dem Titel „Stylianos Kyriakides – Laufen für die Menschheit“.

5340294135_20e0860fa5_bIm Jahr 2004 stiftete die Stadt Hopkinton (MA) eine Statue mit dem Titel „Der Geist des Marathons“. Die Skulptur zeigt Stelios Kyriakides neben dem ersten Marathon-Olympiasieger der Neuzeit, Spiridon Louis, der ihm den Weg zum Sieg zeigt. 2006 wurde die Statue zum 60. Jahrestag seines Sieges eingeweiht – direkt an der Laufstrecke eine Meile vom Start in Hopkinton entfernt. Eine Kopie der Statue steht im griechischen Marathon.stelios_kyriakides_statue

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Der Boston-Marathon ist der Marathonlauf  mit der längsten Tradition nach den Olympischen Spielen. Er findet seit dem 19.4.1897 jährlich am Patriots´Day, dem dritten Montag im April, im US-Staat Massachusetts  mit Start in Hopkinton und Ziel in Boston statt. 1996 widmete die US-Post dem Ereignis eine Briefmarke nebst FDC und Ersttagsstempel.

Der Lauf 2020 wurde übrigens wegen der Ausbreitung  der Corona-Epedemie auf den 14. September 2020 verschoben.

 

 

 

(Autor: KJA. Quellen: „RUNNING-das Laufmagazin 06/2017;Athens Marathon Website; Wikipedia; Post Zypern)

 

Corona-Virus hat auch Sport fest im Griff – Philatelistische Erinnerungen bleiben

(Aktualisiert am 31. März 2020)

Die Corona-Pandemie bestimmt derzeit weltweit das öffentliche Leben. Im Vordergrund steht dabei die Gesundheit der Menschen. Dass sich den angeordneten Maßnahmen auch der Sport ohne große Diskussionen unterordnen muss, ist eigentlich verständlich. Der Sportverkehr ruht im wesentlichen, die Absagen oder Verlegungen von Großereignissen einschließlich der Olympischen Sommerspiele und der Fußball-Europameisterschaften häufen sich. Vermutlich wird es in den nächsten Monaten keine nationalen und internationalen Wettkämpfe mehr geben!

Ausgespielt – Das Virus legt den Fußball lahm

Die UEFA hat die Fußball-EM im Sommer 2020 abgesagt. Das Turnier soll ein Jahr später nachgeholt werden.Uefa-Europameisterschaft-EM-Fußball-2021-600 Auch die für 2021 geplante Frauen-EM wird verschoben, ebenso die Endspiele von Champions League und Europa League werden wohl verlegt. Die Entscheidungen traf das UEFA- Exekutivkomitee nach mehreren Krisensitzungen am 17.03.2020. Vertreter aller 55 Mitgliedsverbände, aber auch von der europäischen Klubvereinigung, desLigaverbands und der internationalen Spielergewerkschaft waren an den Beratungen beteiligt. Das Turnier soll nun vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden. Die Playoffs der EM- Qualifikation, die für März 2020 geplant waren, sollen im Juni 2020 nachgeholt werden.

Ursprünglich sollte das Turnier am 12. Juni in Rom eröffnet werden, das Endspiel war für den 12. Juli in London geplant. Zwölf Gastgeberländer waren vorgesehen, darunter Deutschland mit dem Spielort München. Dort sollen nun 2021 die drei Gruppenspiele der deutschen Mannschaft gegen Portugal, Frankreich und einen Playoff-Sieger sowie ein Viertelfinale ausgetragen werden. Die „EURO 2020“ wäre natürlich auch wieder ein Großereignis für uns Sportphilatelisten gewesen. Viele Länder hatten bereits Sonderbriefmarken und Münzen angekündigt. Am 4.Juni sollten in Deutschland  eine 80-Cent Marke und eine 20-Euro- Gedenkmünze zur Fußball-Europameisterschaft erscheinen. Die Entwürfe waren schon auf der Webseite des Bundesministeriums für Finanzen zu sehen, sind aber wegen der EM-Verlegung inzwischen zurückgezogen worden.

Der Münzrand enthielt in vertiefter Prägung die Inschrift: „Ein Turnier für Europa – Ein Turnier für die Fans“. Europa und die Fans müssen nun ein weiteres Jahr auf die Meisterschaften und damit auch auf die Briefmarke und die Münze warten.

Lediglich eine europäische Post hatte schon kurz vor der EM-Absage eine Marke in Umlauf gebracht. Fußball EM 2020 Zypern-türkisch 12.3.20

Am 12. März erschien im türkisch besetzten Teil von Zypern eine EM-Briefmarke mit dem offiziellen Logo und einer Abbildung des EM- Maskottchens „Skillzy“, einer Figur, die viele fußballerische Tricks beherrscht. Die internationale Staatengemeinschaft, außer der Türkei, und auch der Weltpostverein erkennen die Republik Nordzypern nicht als eigenen Staat an. De jure gehört das Gebiet zur Republik Zypern, die seit der türkischen Okkupation 1974 dort keine Hoheitsrechte mehr ausüben darf.

Briefe, die an Anschriften in der TRNZ adressiert sind, werden als „nicht zustellbar“ an den Absender zurückgeschickt. Dieses Problem wird umgangen, indem solche Postsendungen über eine Postleitzahl in der türkischen Hafenstadt Mersin umgeleitet werden. Die Türkei hatte sich für die Fußball EM qualifiziert und sollte in der Vorrunden- Gruppe A auf Italien, Wales und die Schweiz treffen. Der türkische Fußballverband hatte sich in der Vergangenheit mehrfach um die Austragung einer EM bemüht, war aber immer wieder gescheitert. Auf eine Austragung von Spielen 2020 hatte der Verband verzichtet, weil er sich Hoffnungen macht, den Zuschlag bei einer Bewerbung für die alleinige Ausrichtung der EM 2024 zu bekommen.

Von Corona „verweht“ – Skiflieger bleiben am Boden

Die 26.Skiflug-Weltmeisterschaftsollte ursprünglich vom 19. bis 22. März 2020 im slowenischen Planica stattfinden. Schon zum siebten Mal wäre die zweitgrößte Flugschanze der Welt Austragungsort dieses spektakulären Wettbewerbs gewesen. Angesichts der Corona-Krise wurde Anfang März 2020 zunächst durch die slowenische Regierung entschieden, dass die Skiflug-WM ohne Zuschauer stattfinden soll. Da der Internationale Skiverband FIS aber vorzeitig die Gesamtsaison abbrach, war davon auch die Skiflug-WM am 12. März 2020 offiziell betroffen. Ein Nachholtermin in der Saison 2020/21 steht zur Diskussion.

Was aber bleibt, ist diese Briefmarke der slowenischen Post, die am 13. März an die Postschalter gekommen ist.

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Planica gehört zu den legendären Austragungsorten im Skispringen. Schon Anfang der Dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden dort Wettkämpfe ausgetragen. Die 1934 errichtete Großschanze war die erste Flugschanze der Welt, auf der mehrfach der Skiflug- Weltrekord verbessert wurde. Schon 1949 würdigte die jugoslawische Post dem slowenischen Wintersportort zwei Briefmarken.

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Da jedoch auch weltweit die Schanzen immer größer und moderner wurden, entschloss man sich auch in Planica nachzuziehen. Am 19.März 1969 wurde unweit der alten Schanzen die neue Flugschanze vor 90-tausend Zuschauern eröffnet. Fünfmal wurde während der Wettkampftage der Weltrekord verbessert. Derzeit steht der Schanzenrekord seit dem 24. März 2019 bei 252 Metern und wird vom Japaner Kobayashi gehalten. Sowohl die jugoslawische als auch später die slowenische Post würdigten immer wieder Planica, die Skiflug-Weltmeisterschaften und ihre Akteure mit Sonderausgaben.

Die 1. Skiflug-WM wurde im März 1972 in Planica ausgetragen. Extra für die WM war die Schanze umgebaut worden, um noch weitere Sprünge zu ermöglichen. Die Briefmarke zeigte die Schanze. Bezüge zur 1. WM gab es dagegen nur auf dem Rand des Bogens.

 

1985 würdigte die jugoslawische Post die WM in Planica „artgerecht“ mit der Abbildung von drei fliegenden Störchen. 1994, als Planica zum vierten Mal nach 1972, 1979 und 1985 eine WM veranstaltete, wurde erstmals von der Slowenischen Post eine Sondermarke herausgebracht, die auch an das 60jährige Jubiläum der Skiflug-Schanze in Planica erinnern sollte. Die WM 2004 blieb „Markenlos“. 2010 gab es dafür einen Block.

Als Lokalmatador Peter Prevc 2016 nach dem Gesamtsieg bei der Internationalen Vierschanzentournee auch noch Skiflug-Weltmeister am Kulm wurde, feierte die slowenische Post den Skispringer mit einem Sonder-Block.

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Eishockey-Eiertanz um WM-Absage in der Schweiz

Während der alpine und der nordische Skisport die Saison vorzeitig beendet hatten, konnte sich der Eishockey-Weltverband lange nicht entschließen, auch die WM in der Schweiz (8. Bis 24. Mai) endgültig abzusagen. Spielorte sollten Zürich und Lausanne sein. Zunächst verständigte sich das IIHF-Council am 17. März bei einer Telefonkonferenz auf eine Vertagung der Thematik. Vier Tage später am 21. März erfolgte dann das „Aus“ der WM.
Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es damit wieder eine Zwangspause. Die Weltmeisterschaft im Eishockey findet normalerweise abgesehen von den Olympia- Jahren in den 1980ern seit 1947 jährlich statt. Unklar ist noch, ob die Schweiz das Turnier in einem anderen Jahr nachholen kann. Die WM 2021 soll in Weißrussland und Lettland stattfinden, die weiteren Gastgeber bis 2025 stünden ebenfalls fest, erklärte die IIHF. Eine Entscheidung müsse der IIHF-Kongress treffen.

In der Schweiz war am 17. März der erklärte Notstand in Kraft getreten. Sämtliche Geschäfte und Lokale mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen müssen geschlossen bleiben. Auch alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen sind verboten. Trotzdem gibt es WM-Briefmarken. Die Schweizer Post hatte am 5. März aus Anlass der Eishockey-WM zwei Briefmarken herausgebracht.

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Auf der einen Briefmarke ist der Schweizer NHL-Star Nino Niederreiter abgebildet, auf der zweiten mehrere Spieler in Eishockeymontur.

Dem genauen Betrachter fällt allerdings sofort auf, dass es sich dabei nicht um richtige Nationalspieler handelt. «Bei der Größe der Briefmarke und mit Helm erkennt man die Spieler sowieso nicht richtig. Deshalb haben wir uns für Doubles entschieden. Diese sehen genau so gut aus wie die richtigen National-Cracks», sagte Janos Kick vom Organisationskomitee der Eishockey-WM 2020 gegenüber RADIO TOP. Das Motiv Eishockey hat in der Schweiz Tradition. Kein Wunder, fanden seit 1920 bereits insgesamt zehn WM-Turniere im Land statt.

Olympische Sommerspiele Tokio werden auf 2021 verlegt

Unter dem Eindruck der weltweiten Coronavirus-Pandemie war am 20. März in Japan die Olympische Flamme aus Griechenland für die Olympischen Spiele 2020 eingetroffen. In einer kleiner als ursprünglich gedachten Zeremonie wurde das Olympische Feuer auf einem Militärstützpunkt im Nordosten der Hauptinsel Honshu in Empfang genommen. Wegen der Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus durften lediglich 200 Menschen daran teilnehmen.Foto AFP ein-sportereignis-im-zeichen(Foto:AFP)

Die Fackel sollte eigentlich in einem Staffellauf vom 26. März an durch die Präfekturen Fukushima mit dem zerstörten Atomkraftwerk, Miyagi und Iwate getragen werden. In vier Monaten sollte sie Tokio erreichen.

Die japanische Post bedachte den olympischen und paralympischen Fackellauf mit zwei Sondermarken, die im Bogen aufgelegt wurden.

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In Griechenland war der Fackellauf nach dem symbolischen Entzünden der Flamme am 12. März am zweiten Tag gestoppt worden, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden. Das Postamt in Olympia führte aus Anlass der Entzündung des Feuers wieder einen Sonderstempel und die griechische Post sorgte für eine personalisierte Marke.

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Das waren vorerst die letzten philatelistischen Erinnerungen an die Spiele 2020.

Am 24. März wurde das sportliche Großereignis des Jahres wegen der weltweiten Corona-Pandemie nach viel zu langer und zögerlicher Diskussion von Japans Ministerpräsident Abe in Absprache mit IOC-Präsident Bach um ein Jahr verschoben.

Die Olympischen Spiele (23.07.-08.08.21) wie auch die Paralympics (24.08.-05.09.21) werden nun im kommenden Jahr stattfinden, aber immer noch „Tokio 2020“ heißen. Damit kann auch das gesamte vorbereitete philatelistische Begleitprogramm der ohne nennenswerte Einschränkungen weiter fortgeführt werden, nur eben zu einem späteren Zeitpunkt. Zuletzt war der Druck auf das Gastgeberland und das IOC immer größer geworden, die Sommerspiele zu verlegen. Einige Länder wie Australien, Norwegen und Kanada hatten angesichts der Ansteckungsgefahr der Teilnahme für dieses Jahr bereits eine Absage erteilt.

Die Olympischen Spiele sind in Friedenszeiten noch nie ausgefallen oder verschoben worden. Zuletzt hatte es während des Zweiten Weltkrieges 1940 und 1944 keine Spiele gegeben. 1940 sollten sie ursprünglich ebenfalls in Tokio stattfinden, wurden später nach Helsinki verlegt, ehe sie wegen des Kriegsausbruchs ganz abgesagt wurden.

Das Corona-Virus und seine Folgen für den Anti-Dopingkampf

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) muss ihre Kontrollprogramm unter dem Einfluss der Restriktionen im öffentlichen Leben einschränken. „Das Doping- Kontrollsystem wird zurückgefahren“, sagte Nada-Vorstand Lars Mortsiefer auf Anfrage der FAZ. „Die Gesundheit aller steht im Vordergrund.“

Anti-Doping-Experten weisen immer wieder darauf hin, dass professionelle Doper lange vor ihrem Saison-Höhepunkt beim Training zu verbotenen Stoffen greifen, die vor allem die Regenerationszeit verkürzen und deshalb längere und intensivere Belastungen erlauben. Ungenügende Doping-Kontrollen im Vorfeld von sportlichen Großereignissen können während der Saison nicht mehr aufgefangen werden, weil der Nachweis der meisten im modernen Doping verwendeten Substanzen im Körper nicht so lange möglich ist. Angesichts der aktuellen Reise-und Einreisebeschränkungen, sowie der Flut von Absagen im weltweiten Sportbetrieb, wird es gegenwärtig kaum noch   Doping-Test geben. Und das im 30. Jahr der europäischen Antidoping-Übereinkunft!

Am 1. März 1990 war diese vom Europarat beschlossene Richtlinie, welche die wesentlichen Präventions-und Kontrollmaßnahmen zur ethischen Aufrechterhaltung des Sports beinhaltete, in Kraft getreten.

Für die rührige Post in Monaco Anlass für eine Sonderbriefmarke nebst FDC und Ersttagsstempel am 28.2.2020

 

Diese Ausgaben sind eine interessante Ergänzung zum Beitrag „Dopingbekämpfung wird zum Philatelie-Thema“, den ich am 6. Februar 2017 auf unserem Blog http://www.sportbriefmarken.wordpress.com sowie im OSPC-Newsletter 03/2017 veröffentlicht habe. Dopingbekämpfung wird zum Philatelie

 

(Autor: KJA)

Tschechische Leichtathletik-Legende Dana Zátopková im Alter von 97 Jahren verstorben 

Dana Zátopková und ihr Mann Emil Zátopek waren eines der berühmtesten Sport-Ehepaare der Welt. Die Speerwerferin und der Läufer wurden am gleichen Tag und zwar am 19. September 1922 geboren. Dana kam in Fryšták, heute einem Teil der schlesischen Stadt Karviná, zur Welt. Sie wuchs in Uherské Hradiště in Südostmähren auf. In ihren Jugendjahren spielte sie zunächst Handball, später fand sie den Weg zur Leichtathletik und zum Speerwerfen. 1948 wurde sie tschechoslowakische Meisterin im Speerwerfen, bei den Olympischen Spielen im selben Jahr in London belegte sie Rang Sieben. Nach den Spielen heiratete sie am 24. Oktober 1948 den Olympiasieger im 10.000-Meter-Lauf Emil Zátopek.

Ihre Sternstunden erlebte das berühmte Sportler-Ehepaar bei den Olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki. Beide gewannen dort fast zeitgleich Gold in ihrer jeweiligen Disziplin.

Kurz nach dem Sieg ihres Mannes über 5000 Meter ging Dana im Speerwurf an Start: „Nach seiner Siegerehrung sagte ich ihm, du musst mir die Medaille leihen, sie wird mir Glück bringen. Er gab mir die Medaille in die Hand und ich ging zu meinem Wettkampf. Gleich mit dem ersten Wurf über 50 Meter habe ich den olympischen Rekord geschafft und gesiegt.“, so die Olympiasiegerin, die schon zu Lebzeiten auf einer tschechischen Sportbriefmarke verewigt wurde, wenn auch nur inoffiziell. Denn noch lebenden Sportpersönlichkeiten durften damals in der Tschechoslowakei, wie auch anderswo, nicht auf Briefmarken abgebildet werden.

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Die 60-Heller-Briefmarke mit der Speerwerferin war am 15.September 1953 im Rahmen einer Sport-Serie erschienen. Die Marke war nach einem Foto der Olympiasiegerin gestaltet worden, das während ihres olympischen Wettkampfes 1952 in Helsinki aufgenommen worden war.

Ihrem Ehemann Emil Zatopek wurde von der tschechoslowakischen Post erst sieben Monate später eine Briefmarke gewidmet. Natürlich auch ohne Namensbezug, aber für jeden Sportexperten sofort erkennbar, weil ebenfalls einem berühmten Foto von ihm nachempfunden.

Gemeinsam gewannen die Eheleute in Helsinki übrigens gleich vier Goldmedaillen. 1956 in Melbourne wurde Dana Vierte, und 1960 bei den Olympischen Spielen in Rom gewann sie die Silbermedaille im Speerwerfen. Außerdem wurde sie zweimal Europameisterin: 1954 in Bern und 1958 in Stockholm. 1958 warf sie mit 55,73 Metern Weltrekord. Nach dem Ende ihrer aktiven Sport-Karriere arbeitete Dana Zátopková als Trainerin und war im nationalen und internationalen Sport als Funktionärin engagiert. Ihren Ehemann Emil überlebte Dana Zátopková, die am 13. März 2020 verstorben ist, um fast 20 Jahre.

Wegen ihres freundlichen Wesens sei sie bei vielen Menschen, nicht nur in Tschechien, sehr beliebt gewesen, sagte der Vorsitzende des Klubs der tschechischen Olympioniken, Oldřich Svojanovský,: „Wir werden eine zweite Frau wie sie künftig schwer finden. Sie war nett, freundlich, hat nie jemandem die kalte Schulter gezeigt. Jetzt ist sie zu ihrem Mann nach oben gegangen. Darauf hat sie sich gefreut.“

Ins Schwarze getroffen – Briefmarke zur Biathlon-WM 2020 in Antholz

Die italienische Post hat es diesmal sehr spannend gemacht. Erst am 12. Februar zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung der 51. Biathlon WM in Antholz wurde auch die WM-Briefmarke präsentiert. Dass es diese Marke überhaupt gibt, ist der Südtiroler Philatelisten Jugend zu verdanken, die den Antrag auf Herausgabe einer WM-Sonderbriefmarke gestellt hatte.

briefmarke_antholzAls ich im vergangenen Oktober zum „Forum Nordicum“, einem Treffen europäischer Skisportjournalisten in Antholz weilte, waren sich die WM-Organisatoren noch nicht sicher, ob das zuständige Wirtschaftsministerium überhaupt zustimmen würde. Die letzte und bislang einzige italienische WM-Biathlonbriefmarke hatte es 1983, also vor 37 Jahren, anlässlich der Titelkämpfe in Antholz gegeben. s-l1600-5

„Vielleicht konnte das momentan gute Abschneiden der italienischen Biathlon-Mannschaft und die in Antholz bevorstehenden Olympischen Biathlonwettkämpfe 2026 im Rahmen der Winterspiele in Cortina d´ Ampezzo die zuständige Kommission überzeugen“, meinte Ruffin Schullian, der Obmann der Südtiroler Philatelisten.

Parallel zur Eröffnungsveranstaltung am 12. Februar öffnete die italienische Post in Antholz ein Sonderpostamt, in dem es derzeit nicht nur die Marke zu kaufen gibt, sondern auch noch ein Ersttagsstempel abgeschlagen wurde.

Italienische WM-Marke von 1983 mit Ersttagsstempel.

Die aktuelle Marke, die in einer Auflage von einer halben Million Exemplaren zum Inlandstarif B an die Schalter gekommen ist, wirkt ein wenig nostalgisch. Angeblich wurde sie nach einer Skizze des WM-Organisationskomitees angefertigt. Aber so, wie die drei Biathleten auf der Marke gekleidet sind, läuft heutzutage keiner mehr über die Loipe zum Schießstand oder gar an den Zuschauern vorbei!

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Von vielen Südtirolern wird bemängelt, dass für die Zweisprachigkeit, sonst üblich im Lande, wohl kein Platz mehr auf der Briefmarke war!

Da hatten wir in der 62jährigen Geschichte der Titelkämpfe schon bessere Entwürfe.

16 Biathlon-WM-Briefmarken seit 1958

Seit 1958 gibt es in jedem Jahr, in dem keine Olympischen Winterspiele stattfinden, Biathlon-Weltmeisterschaften. Seit 1989 werden die Titelkämpfe gemeinsam für Männer und Frauen ausgetragen, nachdem die Frauen zuvor von 1984-88 eigene Meisterschaften hatten. Vorläufer des modernen Biathlonsports war übrigens ab 1910 der „Militärischer Patrouillenlauf“, bei dem die jeweiligen Mannschaften aus einem Offizier, einem Unteroffizier und zwei Soldaten bestehen mussten. Die Streckenlänge betrug zwischen 25 und 30 Kilometern, wobei nach der Hälfte der Distanz ein Liegend-Schießen zu absolvieren war. Für jeden Treffer bekam die Mannschaft, die geschlossen das Ziel erreichen musste, eine Zeitgutschrift von dreißig Sekunden.

Zu den Olympischen Winterspielen 1924, 1928 und 1936 wurde diese Disziplin als Demonstrationssportart zugelassen. 1930 fanden die ersten Weltmeisterschaften im Militärpatrouillenlauf statt, mit Einzel- und Staffelrennen. Unter dieser Bezeichnung wurde das Ganze bis 1948 geführt, ab 1949 setzte sich dann der Name Biathlon (griechisch: Zweikampf) durch. Biathlon Militärpatroullie 5.8.45 5erSerie Sport

So verwundert es auch nicht, das die erste „Biathlon-Briefmarke“, die am 5.August 1945, also unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Rumänien im Rahmen einer 5er Serie zum Thema Sport erschienen ist, den Patrouillenlauf zum Motiv hat.

Insgesamt fanden bisher in 18 unterschiedlichen Ländern Biathlon-Weltmeisterschaften statt. Die Schweiz und Frankreich waren nur Gastgeber von Frauenweltmeisterschaften. Häufigster Austragungsort ist das italienische Antholz, das nunmehr fünf reguläre Weltmeisterschaften (1975, 1983, 1995, 2007 und 2020) sowie 1976 den nichtolympischen Sprintwettbewerb veranstaltete.

Zur 1. Biathlon-Weltmeisterschaft 1958 in Saalfelden brachte die österreichische Post eine WM-Karte und einen WM-Sonderstempel heraus. Schade, dass es zu diesem Zeitpunkt im Rahmen der Freimarken aus der Serie Landschaften keine Marke mit einer Abbildung von Saalfelden gab.

Auf der abgestempelten Briefmarke ist ein Ausschnitt von Lermoos in Tirol zu sehen.

Zur 5. Biathlon-WM in Seefeld/Tirol, die am 3. Februar 1963 im Anschluss an die vorolympischen Wettkämpfe für 1964 in Innsbruck stattfand, „glänzte“ die österreichische Post mit einem Umschlag, auf dem eine WM-Vignette abgebildet war. Dazu gab es einen Ersttagsstempel. Beides war leider fehlerhaft. Es waren die 5. und nicht die 6. Weltmeisterschaften! Wie konnte das nur passieren.

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Die ersten „echten“ WM-Briefmarken gab es erst 1967 bei der Biathlon-Weltmeisterschaft im sächsischen Altenberg. Die DDR-Post brachte drei Motive inklusive Ersttagsstempel in den Umlauf.

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Zur 16.WM 1978 im österreichischen Hochfilzen wurden die Biathlon-Sammler wieder fündig. Diese WM ging in die Geschichte ein. Denn erstmals wurden die Wettbewerbe mit dem Kleinkalibergewehr ausgetragen.

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Am besten kamen damit die DDR-Athleten zurecht. Über 10 km landeten sie einen dreifachen Erfolg durch Frank Ullrich, Eberhard Rösch und Klaus Siebert. Ullrich und Rösch wurden zudem über 20 km Zweiter bzw. Dritter. Das Gold in der Staffel gewann ebenfalls die DDR.

Weitere WM-Ausgaben gab es 1981 im finnischen Lahti, 1983 in Antholz, 1986 im norwegischen Oslo, 1993 im bulgarischen Borowetz, 1997 im slowakischen Osrblie, 2012 in Ruhpolding, 2013 im tschechischen Nove Mesto und 2016 wiederum in Oslo.

 

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Anlässlich der Weltmeisterschaften im bulgarischen Borowetz 1993 wurde zum ersten Mal eine Biathletin (linke Marke) auf einer Briefmarke verewigt.

Bei der WM 2011 im russischen Khanty Mansisk gab es zwar keine extra Briefmarke, dafür aber interessante „Sieger-Karten“, eine Ganzsache und einen Sonderstempel (links).

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Ruhpolding gehört zu den beliebtesten WM-Orten. Schon viermal wurden dort die Titelkämpfe ausgetragen – 1979, 1985, 1996 und 2012. Eine WM-Briefmarke „zur Belohnung“ gab es aber erst beim vierten Mal 2012.

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Die tschechische Post veröffentlichte zur Biathlon-WM 2013 in Nove Mesto eine Postkarte mit dem Wertzeichen-Eindruck „Z“. Dieser entsprach einer Gebühr für einen Priority-Standardbrief bis 20 g in außereuropäische Länder.

 

(Autor: KJA)

Von Biber „Amik“ bis Panda „Dwen Dwen“ – Olympia-Maskottchen auf Briefmarken

Ein Panda und ein chinesisches Laternenkind sind die Maskottchen für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 in Peking. Nachdem das Organisationskomitee die beiden Symbolfiguren am 17. September vergangenen Jahres in der chinesischen Hauptstadt erstmals öffentlich vorgestellt hatte, sind am 16. Januar 2020 beide Figuren jetzt auch auf zwei chinesischen Briefmarken und Kleinbogen offiziell verewigt worden.

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„Bing“ bedeutet Eis und symbolisiert auch Reinheit und Stärke. „Dwen Dwen“ ist ein in China gebräuchlicher Spitzname für Kinder, der für Gesundheit, Charme und Selbstbewusstsein steht. Der Panda gilt als chinesischer Nationalschatz und wird von Menschen aus aller Welt sehr geliebt.

Das paralympische Maskottchen, ein Kind in Form einer roten chinesischen Laterne, heißt Shuey Rhon Rhon. Shuey hat die gleiche Aussprache wie das chinesische Schriftzeichen für Schnee. Das erste „Rhon“ im chinesischen Namen des Maskottchens bedeutet „zusammenschließen, tolerieren“, während das zweite „Rhon“ für „verschmelzen“ und „sich erwärmen“ steht. Der Name drückt die Hoffnung aus auf mehr Integration von Menschen mit Behinderung sowie auf Dialog und Verständnis zwischen den Kulturen der Welt.

Olympische Maskottchen gehören mittlerweile zu den attraktivsten Briefmarkenmotiven im Vorfeld der jeweiligen Spiele. Auch die japanische Post hatte 2019, exakt 500 Tage vor Beginn der diesjährigen Sommerspiele in Tokio, zwei Sondermarken mit Abbildungen der Maskottchen aufgelegt.

Die beiden futuristischen Wesen mit den großen Kulleraugen heißen „Miraitowa“ und „Someity“. Das Design des im Karomuster ähnlich dem Olympia-Logo gekleideten Duos – eines in Dunkelblau und Weiß sowie eines in Rosa und und Weiß für die Paralympics – war von japanischen Schulkindern aus mehreren Kandidatenentwürfen ausgewählt worden. Die Olympischen Spiele in der Hauptstadt Tokio finden vom 24. Juli bis 9. August 2020 statt.

Die Geschichte der Olympia-Maskottchen begann vor 52 Jahren

Das erste Olympiamaskottchen gab es 1968 bei den Olympischen Winterspielen in Grenoble. 1968 Grenoble-Schuss_(mascot) Das Maskottchen hieß „Schuss“ und symbolisierte einen armlosen Skiläufer mit Glubschaugen. Spötter bezeichneten es dagegen als ein „Skiing Sperm“ – ein skifahrendes Spermium

1972 folgte bei den Sommerspielen in München Dackel „Waldi“. Die Idee dazu hatte NOK-Präsident Willi Daume, der selbst Besitzer eines Dackels war.

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Dackel verkörpern Zähigkeit, Beweglichkeit und Widerstandsfähigkeit. Außerdem galt der Dackel damals als ein typisches Haustier der Münchener Bürger. Zu den Künstlern um Otl Aicher, die für die Gesamtgestaltung der Spiele verantwortlich zeichneten, gehörte auch Graphikerin Elena Winschermann, die den Gestaltungsbereich rund um die Souvenirs übernommen hatte. Das Maskottchen sollte eine klare Form und Gestalt haben und eigentlich nicht zu einem wildwuchernden Souvenir-Kitsch verkommen. Als Vorbild diente eine 84 Tage alte Hündin namens „Cherie von Birkenhof“.

Waldi wurde letztendlich nach allen werbestrategischen Regeln umfangreich vermarktet, warb für einige bekannte Produkte und konnte auf Papiertüten, als Sticker, Poster, Anstecker, in Holz, Stoff, Frottee und Plüsch, als Knautschtier, Kissen und Puzzle erstanden werden. Auch als Figur mit wackelndem Schwanz zum Hinterherziehen war das Maskottchen in Spielwarenhäusern, -abteilungen und offiziellen Olympiaverkaufsständen zu haben. Weitere Varianten des Sympathieträgers konnten, lt. Wikipedia, auch als Lutscher, Sparschwein und Luftballon erworben werden. Nur auf Briefmarken gab es das Münchner Olympiamaskottchen damals noch nicht!

Die Österreicher kreierten 1976 für ihre Winterspiele in Innsbruck einen Schneemann zum Maskottchen. Er sollte die „Spiele der Einfachheit“ symbolisieren. Der österreichischen Post war er aber wohl zu einfach – sie ignorierte den kleinen Kerl.

Das Maskottchen der Olympischen Sommerspiele 1976 im kanadischen Montreal hieß „Amik“. In der Sprache der First Nations ist dies das Wort für den Biber.

Er wurde ausgewählt wegen seines Arbeitseifers und seiner Geduld. Das Maskottchen trägt einen roten Gürtel mit dem Logo der Spiele, stellvertretend für das Band, an dem die Goldmedaille hängt. Die Kanadier fanden den schwarzen Puschel nicht so hübsch – der Stoffbiber wurde zum Ladenhüter. Dabei ist der Biber das nationale Symbol des Landes und findet sich auf zahlreichen Briefmarken und Münzen wieder. Auf eine aktuelle Olympiabriefmarke der kanadischen Post hatte er es als Maskottchen aber 1976 nicht geschafft.

Dafür sorgte die kubanische Post, die den Biber „Amik“ kurzerhand auf eine ihrer Ausgaben abdruckte, vermutlich ungeachtet irgendwelcher Lizenzen. Diese Blockausgabe von 1976 ist damit die erste weltweit bekannte mit einem offiziellen Olympiamaskottchen.

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1980 – Philatelistische Heimpremiere für Bär Mischa

Das erste olympische Maskottchen, das es auf eine Briefmarke eines Gastgeberlandes der Olympischen Spiele schaffte, war Bär Mischa, der für die Sommerspiele 1980 in Moskau vom bekannten Kinderbuchillustrator Victor Chizikov entworfen worden war. Der verschmitzte „Pummelbär“ wurde zu einem populären Begleiter der Wettkampftage in der sowjetischen Hauptstadt.

Zum ersten Mal erschien „Mischa“ auf einer Neujahrsmarke am 28.11.1979 in einer Auflage von sieben Millionen Stück. Am 21.11.1980 war er noch einmal auf einer Blockausgabe zu den Erfolgen sowjetischer Sportler bei den Sommerspielen in Moskau zu sehen.

Zu den Olympischen Spielen 1984 in Sarajewo und Los Angeles schafften es die Maskottchen „Vucko“, ein fröhlicher Wolf, und der Weißkopfadler „Sam the Eagle“ nicht auf die Briefmarken der jeweils heimischen Post. Olympiamaskottchen 1948 LA Sam the eagle Lediglich die Postverwaltung von Benin gab dem amerikanischen Adler ein Markengesicht.

Hodori Maskottchen 1988 Seoul1988 grinste das Tigermaskottchen Hodori anlässlich der Sommerspiele in Seoul von einer südkoreanische Briefmarke und verdrängte damit seinen ursprünglichen weiblichen Gegenpart, die Tigerdame Hosuni, endgültig von der Bildfläche.

 

Hidy und Howdy, die beiden unzertrennlichen Polareisbären, waren zuvor in Calgary bei den Olympischen Winterspielen 1988 das erste Doppel-Maskottchen der Olympiageschichte.quatchipinhidy Schade, das es keine Briefmarke von ihnen gibt.

22 Jahre später in Vancouver 2010 wurde den Maskottchen der Winterspiele und der Paralympics von der kanadischen Post sogar ein ganzer Block gewidmet. Sumi, Miga und Quatchi lassen grüßen. Im Verständnis der kanadischen Ureinwohner ist Sumi  ein Schutzengel der Tiere, Miga ein mystischer Seebär und Quatchi symbolisiert den legendären „Großfuß“, der davon träumt, ein berühmter Eishockeytorwart zu sein.

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Eine erste Abkehr vom klassischen Tier-Maskottchen erfolgte 1992 bei den Winterspielen im französischen Albertville mit „Magique“, einem grinsenden, futuristischen Schneestern in blau-weiß-rot. Obwohl auf keiner Briefmarke abgebildet, gab es ihn als kleine Zeichnung auf einem Heftchen mit Ergänzungsmarken.

Bei den Sommerspielen 1992 in Barcelona war „Cobi“, ein katalanischer Schäferhund, das Maskottchen, das es auch auf die offiziellen Olympiabriefmarken schaffte.

Die Maskottchen der Winterspiele 1994 in Lillehammer (die zwei norwegischen Königskinder Hakon und Kristin) gingen philatelistisch ebenso leer aus, wie 1996 in Atlanta das erste computergenerierte Maskottchen „Izzy“.

Erst 1998 im japanischen Nagano gab es wieder Abbildungen von Maskottchen auf Briefmarken. Am 7.2.97 veröffentlichte die japanische Post eine Briefmarke mit den vier Eulen – den Snowlets „Sukki“, „Nokki“, „Lekki“ und „Tsukki“, die jeweils stellvertretend für ein Jahr zwischen den Olympischen Spielen stehen sollten.

Sydney 2000 und Salt Lake City 2002 konnten sich zwar vor tierischen Plüsch-Maskottchen kaum retten, die jeweiligen Postverwaltungen zeigten den Maskottchen aber die kalte Schulter. Vielleicht lag es an der Qual der Wahl, dass man eine philatelistische Abbildung einfach vergaß.

Maskottchen-Marken-Rekord in Athen

Die Griechen waren bei den Sommerspielen 2004 in Athen aus philatelistischer Sicht viel aufmerksamer. „Athena“ und Phevos“, die zwei als Maskottchen gekürten Geschwister, waren antiken Puppen nachempfunden worden. Die Post sorgte für einen neuen Rekord: so viele Olympiamarken mit Abbildungen der Maskottchen hatte es bisher noch nie gegeben.

Bereits am 11.2.2003 brachte sie eine Blockausgabe der Zwei an die Schalter. Am 9.5.2003 folgten 28 Einzelmarken, auf denen die beiden Maskottchen die Sportarten der Spiele vorstellten. Am 9.9.2003 wurde mit einem weiteren Block nachgelegt. Und auch auf dem Block zur Olymphilex am 13.8.2004 waren die Olympiamaskottchen zu sehen.

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Die Symbolkraft von Maskottchen ist  gewaltig. Wenn die Olympiaveranstalter schon kein Tier küren, dann sind es meist Phantasiefiguren wie „Neve“ und „Gliz“ 2006 in Turin –  ein weiblicher Schneeball und ein männlicher Eisblock. Gefiel auch nicht allen!CTA-s

 

Auch an die Pekinger Maskottchen 2008 musste man sich erst gewöhnen. Ihre fünf Namen bildeten den chinesischen Satz „Beijing huan ying ni“ (北京欢迎你), was soviel wie „Willkommen in Peking“ bedeutete.

 

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Jede Figur stand für einen olympischen Ring und für ein Feng-Shui-Element. Insgesamt 18 Marken wurden mit den Maskottchen in Umlauf gebracht.

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Tierisch ging es wieder 2014 in Sotschi bei den Winterspielen zu. Eisbär, Leopard und Hase wurden in einer landesweiten SMS-Abstimmung aus einer Reihe von Vorschlägen ausgewählt. Wie schon 1980 der Bär Mischa waren auch diese Drei äußerst beliebt und klassische Motive für die russische Post.

Sotschi 2014 Maskottchen

Philatelistische Fehlanzeige dagegen 2012 bei den Sommerspielen in London. Wenigstens tauchte „Wenlock“, das Maskottchen auf einem FDC als Abbildung auf. Die Kunstfigur aus Stahl hatte nur ein Auge und auf seinem Kopf eine orangefarbene Leuchte, die an die Schilder auf den englischen Taxis erinnern sollte.

London 2012 FDC Maskottchen

In Rio 2016 hieß das Maskottchen „Vinicius“ und war ein Fantasiewesen, das nach dem Liedtexter Vinicius Moraes nach landesweiter Befragung benannt worden war.

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2018 bei den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang sprang mit „Soohorang“ ein weißer Tiger auf´s Markenbild – sozusagen das Pendent zu Tiger „Hodori“, der 1988 bei den Sommerspielen in Seoul das Maskottchen war.

csm_fertig_Korea_4897fda5f0Die südkoreanische Post hatte 20 verschiedene Briefmarken (insgesamt 1,4 Millionen Exemplare) herausgeben, um die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang 2018 zu würdigen. Die Kleinbogen zeigen das Olympische Hauptstadion PyeongChang und das Maskottchen Weißer Tiger Soohorang, das an 15 Wettbewerben einschließlich Viererbob, Curling, Skispringen, Snowboarden und Eisschnelllauf teilnimmt.

Übrigens, die ersten offiziellen Maskottchen bei den Paralympics waren 1980 im niederländischen Arnheim zwei Eichhörnchen. 19 weitere Maskottchen folgten bis einschließlich 2022 – wie dem Anfang dieses Beitrages zu entnehmen ist ….aber das ist schon wieder eine andere „Geschichte“!

(Autor: KJA)

 

2020 – ein Jahr der Sportbriefmarken?

Wir Sammler können uns freuen: 2020 wird uns, im Gegensatz zu 2019, wieder ein paar Briefmarken mehr mit sportlichen Motiven bringen. Das liegt natürlich an den Ereignissen. 2020 ist ein Olympiajahr, zudem finden Fußball-Europameisterschaften statt.  Weitere Höhepunkte sind u.a.: 

Handball-EM der Männer im Januar in Österreich, Schweden und Norwegen;

Biathlon-WM im Februar im italienischen Antholz;

Bob&Skeleton-WM in Altenberg vom 17.2.-1.3.;

Schwimm-EM im Mai in Budapest;

„Die Finals“ in der Rhein-Ruhr-Region am 6.und 7.Juni;

Ruder-WM im August in Bled;

Leichtathletik-EM im August in Paris;

Radsport-Straßen-WM im September in der Schweiz;

Handball-WM der Frauen im Dezember in Dänemark und Norwegen;

Erster Höhepunkt eines neuen Jahres ist natürlich immer wieder die Internationale Vierschanzentournee, die bereits zum 68. Mal ausgetragen wird. Briefmarken Vierschanzenturnee

Dazu gibt es jetzt exklusiv für 17,50 Euro bei SPORTphilatelie (www.sportbriefmarken.de) ein limitiertes Markenheftchen. Es stellt auf den vier enthaltenen Marken der Serie „Briefmarken Individuell“ die vier Austragungsorte Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen mit ihren Sprungschanzen vor.

Olympische Winter-Jugendspiele in Lausanne

Die erste offizielle Sportbriefmarke des neuen Jahres ist bereits am 14. November 2019 in der Schweiz erschienen und wirbt für die 3. Olympischen Jugend-Winterspielen, die vom 9. bis 22. Januar in Lausanne stattfinden.

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Nach 72 Jahren kehren die Olympischen Spiele damit in die Schweiz zurück. Nach 1928 und 1948 jeweils in St. Moritz, ist nun Lausanne Gastgeber der dritten olympischen Wettkämpfe in der Schweiz. Das Besondere daran: In Lausanne hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) seinen Hauptsitz. product-548923-mainpicture-Default-WorkingFormat-1200Wx1200H 2Außerdem warten die Jugend-Winterspiele 2020 mit erfrischenden Neuheiten auf. So werden erstmals Skitourenrennen ausgetragen und es gibt neu sowohl einen Rennrodel-Doppelsitzer-Event als auch eine Nordische Kombination der Frauen. Aus dem Vollen geschöpft wird beim Eishockey. Neben dem traditionellen olympischen Eishockeyturnier findet erstmals ein 3-gegen-3-Eishockey-Turnier mit gemischten Nationalitäten statt.

Wie die Olympischen Spiele für die „Großen“ finden auch die Olympischen Jugendspiele alle vier Jahre statt. Teilnehmen dürfen nur Sportlerinnen und Sportler zwischen 14 und 18 Jahren. Premiere feierten sie 2010 mit Sommerspielen in Singapur. Die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele fanden 2012 in Innsbruck statt, die zweiten wurden 2016 in Lillehammer veranstaltet.

Ende Juli 2015 hatte Lausanne den Zuschlag für die Austragung bekommen. Aber nicht alle Wettkämpfe finden in Lausanne statt, auch St. Moritz und Les Tuffes im benachbarten Frankreich werden einige der insgesamt 81 Wettbewerbe in den acht Sportarten durchführen. 1880 Athletinnen und Athleten aus 70 Ländern werden erwartet.

Olympische Sommerspiele in Tokio

Absoluter sportlicher Höhepunkt des Jahres, natürlich auch sportphilatelistisch, werden aber die Olympischen Spiele im Sommer in Tokio sein.Tokyo-2020-Olympics-e1527459974762 Die ersten Briefmarken-Ausgaben zu diesem Ereignis, das vom 24. Juli bis zum 9. August in der japanischen Hauptstadt ausgetragen wird, sind bereits auf dem Markt.

In Deutschland werden die ersten Olympia-Briefmarken zu den Spielen in Tokio am 7. Mai erscheinen. Die Deutsche Post wird im Rahmen der jährlichen Sportzuschlagmarken drei Werte an die Schalter bringen, die sich den neuen olympischen Sportarten widmen: Sportklettern (80 + 40 Cent), Skateboard (95 + 45 Cent) und Karate (155 + 55 Cent). Die auf den Marken abgebildeten Sportarten gehören zu insgesamt fünf neuen Disziplinen, die das IOC am 3. August 2016 für Tokio bestätigt hatte. Hinzu kommen noch Surfen sowie Baseball (nur für Männer) und Softball (nur für Frauen). Die beiden Ballsportarten waren aber bereits schon zwischen 1992 und 2008 Teil des olympischen Programms.

Fußball Europameisterschaften Flagge Fußball EM 2020 London

 Am 4. Juni wird es von der Deutschen Post einen 80-Cent-Wert zur Fußball-Europameisterschaft geben, die in diesem Jahr erstmals in elf europäischen Städten ausgetragen wird. Wie schon 2016 nehmen wieder 24 Nationalmannschaften an dieser Endrunde teil. Halbfinale und Finale werden im Londoner Wembley-Stadion gespielt. Die drei Gruppenspiele in Deutschland finden in der Münchner Allianz Arena statt. Dort wird das deutsche Team u.a. gegen Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal (s. Block zur Titel-Ehrung)  antreten. Der dritte Vorrunden-Gegner wird noch ermittelt. Schwere Lose für die Löw-Elf!

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Übrigens, die Briefmarkenausgabe des Gastgeberlandes Frankreich zur vergangenen Fußball-Europameisterschaft 2016 wird wohl kaum zu toppen sein. Briefmarke Fußball EM 2016 Frankreich

Die Briefmarke wies gleich vier Besonderheiten auf. Die runde Briefmarke war mit 24 Sternchen versehen (eines für jede teilnehmende Mannschaft), der Pokal war mit Silberfarbe gedruckt, der Fußball trat durch den Prägedruck hervor und die Briefmarke roch nach frisch geschnittenem Rasen. Sammlerherz was willst du mehr! Sportphilatelistisch wird die diesjährige EM sicher auch eine Herausforderung. Mal sehen, wie viele Sondermarken und Sonderstempel es europaweit geben wird.

Runder Geburtstag von Fußball-Legende Fritz Walter

Auch die fünfte deutsche Sportbriefmarken-Ausgabe des Jahres am 1. Oktober hat diesmal etwas mit Fußball zu tun. Die Post würdigt den 100. Geburtstag von Idol Fritz Walter mit einem Wert zu 95 Cent. Mit ihm als Kapitän gewann die deutsche Nationalmannschaft 1954 den WM-Titel. Auf Vereinsebene hielt der „Fritz“ seinem 1.FC Kaiserslautern über 30 Jahre lang die Treue.

Für den deutschen Ehrenspielführer ist es nicht die erste philatelistische Würdigung. Anlässlich seiner Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports und der Benennung als Legende des deutschen Sports wurden  “Briefmarken Individuell“ herausgebracht. Darüber hinaus gab es für ihn noch viele philatelistische Würdigungen in anderen Ländern.

Serbiens erfolgreiche Volleyballerinnen und Volleyballer auf Briefmarken

Überhaupt tun sich die Postverwaltungen anderer Länder wesentlich leichter bei der philatelistischen Würdigung von sportlichen Spitzenleistungen. Bestes Beispiel sind die Ausgaben der serbischen Post Ende vergangenen Jahres. Das Land war Volleyball-Europameister sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern geworden, was zuvor bisher nur der UdSSR und der Tschechoslowakei gelungen war.

 

(Autor: KJA)

 

 

 

 

 

Nach Briefmarke folgt Münze – Hohe Ehrung für Roger Federer

Nach Wilhelm Tell ist er mittlerweile wohl der weltweit bekannteste und berühmteste Schweizer. Der Sport-Star ist für viele Experten nicht nur der beste Tennisspieler in der Geschichte seiner Sportart, sondern auch eine Persönlichkeit, die mit ihrem sozialen und wirtschaftlichen Engagement heraussticht. Mit insgesamt 310 Wochen, davon 237 in Rekordserie, führte Roger Federer bislang am längsten die Tennis-Weltrangliste an. Von 2004 bis 2007 und 2009 war der heute 38jährige Baseler jeweils Weltranglistenerster. 61x+9PAERbL._AC_SL1024_

Mit acht Siegen ist Federer der „König von Wimbledon“. Darüber hinaus hält er den Rekord mit 20 Grand-Slam-Titeln und hat bisher 103 Einzelsiege errungen. 2008 wurde er mit Stanislaw Wawrinka Doppel-Olympiasieger in Peking, vier Jahre darauf gewann er Einzel-Silber in London. Fünfmal wurde er als Weltsportler des Jahres geehrt, so häufig wie kein anderer. Mit über 110 Millionen Dollar an Preisgeldern gehört der Schweizer neben Golfer Tiger Woods und Tennis-Kollegen Novak Dokovic zu den Spitzenverdienern.

Am 28. November 2019 stellte er mit dem Deutschen Alexander Zverev (hier links erstmals auf einer Briefmarke, ganz aktuell von Djibouti) Alexander Zwerev Briefmarke Dschibuti 2  einen neuen Zuschauer-Weltrekord auf. In der Stierkampf-Arena in Mexiko-City spielten die beiden Superstars vor 42.517 Zuschauer – einmalig! Das Match vor der Rekordkulisse gewann Federer am Ende in anderthalb Stunden mit 3:6, 6:4, 6:2. Lange wird der Weltrekord aber vermutlich nicht Bestand haben. Für Februar plant Federer mit seinem Dauerrivalen Rafael Nadal ein Match in Südafrika. Das Stadion in Kapstadt hat Platz für 55.000 Zuschauer.

Wenige Tage zuvor war Federer als Investor bei der Züricher Laufschuh-Firma On eingestiegen. Seine Beteiligung („Der Batzen war groß genug, dass ich mir das gut überlegen musste!“) dürfte der Marke enorm helfen, ihre weltweite Bekanntheit zu steigern. 2006 wurde Federer als erster Schweizer zum internationalen UNICEF-Botschafter ernannt. 2017 bekam er von der Uni Basel die Ehrendoktorwürde verliehen.

Bei dieser Vita ist es kein Wunder, dass ihn seine Schweizer Landsleute förmlich vergöttern. Am 10. April 2007 erlebten sie eine philatelistische Sensation. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes wurde mit dem Konterfei von Roger Federer auf einer Briefmarke eine noch lebende Persönlichkeit gewürdigt. Die Post anerkannte damit die herausragenden Leistungen des Sportlers und seine nationale Bodenständigkeit.

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Gemeinsam mit Post-Chef Ulrich Gygi enthüllt Roger Federer die ihm gewidmete Briefmarke.  bild: keystone

Und nun kommt der Schweizer Tennisstar auch noch in den Genuss, als erste lebende Person von Swissmint geehrt zu werden. Die Eidgenössische Münzstätte startete am 2. Dezember 2019 den Vorverkauf einer 20-Franken-Silbermünze, die Federer als bedeutendstem Schweizer Einzelsportler und perfektem Botschafter des Landes gewidmet ist.

Die Münze kann bis spätestens zum 19. Dezember 2019, sofern sie nicht vorher ausverkauft ist, über den Online-Shop von Swissmint für 30 Franken gekauft und ausschließlich mit Kredit- oder Debitkarte bezahlt werden. Ab Mai 2020 soll auch noch eine Roger-Federer-Goldmünze für 50 Franken erhältlich sein. Das Interesse an der aktuellen Münze ist riesig. Die Webseite von Swissmint war zwischenzeitlich komplett lahmgelegt. Roger Federer selbst bedankte sich in den sozialen Medien für die Ehre, die ihm zuteil wird.

Federer Dank über soziale Medien

 

Im vergangenen Jahr war Federer schon einmal auf einer amtlichen Silbermünze erschienen.

„Roger Federer – Legends of Sports“, herausgegeben von den Salomon Islands, Feinsilber 999/1000, farbveredelt, 1 Unze/31,1 Gramm schwer, 38,61 mm Durchmesser, Limitierte Auflage: nur 10000 Ex. Weltweit.

 

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Aber auch auf Briefmarken dürfte der Tennisprofi inzwischen zu den Marken-Rekordhaltern gehören. Neben der Schweizer Ausgabe von 2007 ist er inzwischen in weiteren zehn Ländern philatelistisch verewigt worden:

2009 Mali, 2010 Österreich, Mosambik, Rwanda, 2011 Togo, 2014  Niger, Guinea Bissau, Republik  Zentralafrika, S. Tomé e Principe und 2015 Republik Guinea

Zusätzlich zur normalen Briefmarke zu 65 Cent verausgabte die Österreichische Post damals auch eine Briefmarke in verkleinertem Format aus 999/000 Feinsilber. Diese besondere Marke, von der es nur 2.000 Exemplare gibt, befindet sich in einem kleinen exklusiv gestalteten Folder zusammen mit der Originalbriefmarke und ausführlichen Informationen.

(Autor: KJA)