Ringelsöckchen zum Geburtstag – Heide Ecker-Rosendahl wurde Siebzig

Heide Ecker-Rosendahl hat ihre Ringelsocken wieder – pünktlich zum Geburtstag am 14. Februar 2017. „Der Hersteller aus dem Allgäu hat mir zehn Paar geschenkt“, verriet die Doppel-Olympiasiegerin dem SID. „Dafür wurde extra die alte Nähmaschine aus dem Museum geholt.“ Die 50 rot-weißen Strümpfe von damals hatten nur bis zum „Karriereende gereicht“.

Nickelbrille, wehendes Haar und natürlich die berühmten Ringelsocken – so stürmte Heide Ecker-Rosendahl 1972 bei den Olympischen Spielen in München in die Herzen der Deutschen. Auch die  Sportphilatelisten kamen auf ihre Kosten!

Im Weitsprung holte die damals 25-Jährige mit ihrem Gold die erste westdeutsche Medaille überhaupt bei den Heimspielen. Es folgte Silber im Fünfkampf. Den meisten Fans blieb aber ihr legendärer Lauf zum Staffel-Triumph gegen die DDR im Gedächtnis. Rosendahl, wie sie damals noch hieß, konnte als Schlussläuferin der 4 x 100 m Staffel den minimalen Vorsprung des BRD-Quartetts auf den letzten Metern gegen 100-m-Olympiasiegerin Renate Stecher verteidigen.  (Hier auf einer Briefmarke der Vereinigten Arabischen Emirate)

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Damit zweites Gold in München für Heide Rosendahl und Weltrekord – gemeinsam mit Christiane Krause, Ingrid Mickler und Annegret Richter.

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Ein Jahr nach den Spielen von München beendete die an der Deutschen Sporthochschule in Köln ausgebildete Diplom-Sportlehrerin ihre herausragende Karriere. Aus ihrer Ehe mit John Ecker, einem ehemaligen Basketballspieler des TuS 04 Leverkusen, gingen die Söhne David Ecker (geb.1975) und Danny Ecker (geb. 1977) hervor, der u.a. als WM-Dritter 2007 viele Jahre zu den besten deutschen Stabhochspringern zählte. Mutter Heide selbst ist dem Sport und ihrer Leichtathletik bis heute weiter verbunden geblieben.

Dazu zählt auch eine langjährige Tätigkeit als Vereinstrainerin. Von 1993 bis 2001 war sie Mitglied im Präsidium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), davon vier Jahre als Vizepräsidentin. Seit 2002 ist Heide Ecker-Rosendahl stellvertretende Vorsitzende der Leichtathletikabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen.

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Heide Rosendahl war 1970 und 1972 Sportlerin des Jahres und ist im Jahre 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet worden.

In die „Hall of Fame des deutschen Sports“ der Stiftung Deutsche Sporthilfe wurde sie wie auch ihre einstige Kontrahentin, die dreimalige Olympiasiegerin Renate Stecher,  im Jahr 2011 aufgenommen.

 

(Autor: KJA)

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